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Sauerbraten zu sauer? – das kann man dagegen tun

Sauerbraten zu sauer

Das Vorbereiten eines Sauerbratens ist ein langwieriger Prozess. Im Schnitt muss das Fleisch für bis zu 3 Tage in eine Essigbeize eingelegt werden, bevor es an die Zubereitung dieses Gerichts geht.

Das Vorbereiten eines Sauerbratens ist ein langwieriger Prozess. Im Schnitt muss das Fleisch für bis zu 3 Tage in eine Essigbeize eingelegt werden, bevor es an die Zubereitung dieses Gerichts geht.

Doch, was soll man machen, wenn der Braten und/oder die Soße zu sauer geraten sind? Erfahren Sie in diesem Artikel, welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen, um das Festtagsmahl zu retten.

Warum Essig zum Sauerbraten?

Haben Sie sich schon mal gefragt, warum der Sauerbraten nicht ohne die Zugabe von Essig auskommt, beziehungsweise, auch noch tagelang in der sauren Beize „baden“ muss? Dafür gibt es einen Grund.

Früher wurde Sauerbraten aus Pferdefleisch zubereitet, das fest und zäh war. Um es essbar zu machen, griff man auf das Einlegen in Essig zurück. Die harten Fasern des Fleisches wurden unter dem Einfluss der Säure gelockert und aufgelöst und die Fleischstruktur gewann an mehr Flexibilität – sie wurde weicher und somit genießbar.

Diese Tradition wird auch heute fortgeführt – auch, wenn für den Sauerbraten auf Pferdefleisch verzichtet wird und stattdessen das Fleisch vom Rind oder Schwein nimmt.

So retten Sie den zu sauren Braten

Die gute Nachricht: Es gibt eine Reihe an Möglichkeiten dem Sauerbraten die überschüssige Säure zu entziehen.

Wasser und Brühe

Der einfachste Weg, die Säure in der Soße abzumildern besteht darin, sie mit Wasser oder Fleischbrühe zu verdünnen. Schütten Sie einen Teil der Soße weg und fügen etwas Wasser oder Brühe hinzu.

Milch und Sahne

Sie können mithilfe von Milch oder Sahne die Soße abschmecken, andicken und von zu viel Säure befreien. Vor allem Sahne besitzt eine süßliche Note und macht die Soße sämig.

Das Einlegen in Milch kann ebenfalls bei zu saurem Fleisch des Sauerbratens helfen.

Mehl und Kartoffelstärke

Diese Lebensmittel dicken die Soße Ihres Sauerbratens ebenfalls an und machen sie gehaltvoll. Dabei können Sie entweder eine Mehlschwitze unter Zugabe von Mehl, Butter und Milch herstellen und diese Ihrem Gericht hinzufügen oder einfach nur das Mehl als einziges Produkt verwenden. Sollte die Soße zu dickflüssig werden, strecken Sie diese bis zur gewünschten Konsistenz durch Zugabe von etwas Wasser oder Brühe und lassen Sie sie für einige Zeit bei kleiner Hitze köcheln. Auf diese Weise wird der Geschmack des Mehls reduziert und die Soße schmeckt danach vorzüglich.

Zuckerrübensirup, Honig und Aachener Printen

Wollen Sie mehr auf Süße setzen, fügen Sie etwas Zuckerrübensirup oder Honig hinzu. Als Nebeneffekt wird dadurch der unverwechselbare, süßsaure Geschmack hervorgehoben und unterstrichen.

Auch Aachener Printen, eine Lebkuchenspezialität, welche im Rezept des Rheinischen Sauerbratens verwendet wird, eignen sich hervorragend. Sie saugen sich mit der Soßenflüssigkeit voll, zerfallen darin und geben die feine Süße und die Gewürze an die Bratensoße ab.

Karotten und Zwiebeln

Zusätzlich können Sie zu dem bereits vorhandenen Gemüse in der Soße mehr Möhren und Zwiebeln kochen und diese der Soße hinzugeben. Beide Gemüse entwickeln durch den Kochprozess eine milde Süße. Pürieren Sie diese und verleihen Sie damit der Sauerbratensoße an mehr Grundgeschmack.

Falls der erdige Geschmack der Knollensellerie Sie nicht stört, wäre auch dieses Gemüse eine gute Option für die Anreicherung Ihrer Sauerbratensoße.

Natron

Natron ist ein Multitalent. Es eignet sich nicht nur als Triebmittel für Gebäck und Kuchen. Es ist ideal für die Pflege von Haut und Haaren und kann sogar als Reinigungsmittel in Küche und Bad verwendet werden. Da Natron basisch ist, wird unter seiner Zugabe die Säure neutralisiert.

Dabei können Sie nicht nur etwas von dem weißen Pulver zur Sauerbratensoße dazugeben. Auch das viel zu saure Fleisch des Sauerbratens profitiert – in Natronwasser eingelegt, von seiner neutralisierenden Wirkung.

Hier gilt das richtige Augenmaß einzuhalten, da ein zu viel an Natron Ihr Gericht sonst seifig schmecken lassen kann.

Fazit

Ein zu sauer gewordener Sauerbraten muss nicht gleich entsorgt werden. Es lohnt sich einen milden, nicht zu sauren Weinessig oder einen Weißwein zu verwenden. Zudem können Buttermilch oder Gurkenwasser als ebenbürtige Alternative zum Beizen Ihres Fleisches eingesetzt werden. Auf diese Weise kann einem Überschuss an Säure bereits im Vorfeld vorgebeugt werden.

Unter Verwendung einiger Lebensmittel, welche der Säure entgegenwirken und Ihrem Festtagsgericht eine feine, süßsaure Note verleihen, ist es möglich den Sauerbraten und die Soße doch noch zu retten und erfolgreich Ihren Gästen zu servieren.

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