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Warum sind Trüffel so teuer? – Aufklärung

Warum sind Trüffel so teuer

Sie sind ein wahrer Hochgenuss und erfreuen sich nicht nur in der gehobenen Gastronomie größter Beliebtheit – Trüffel. Diese besondere Pilzart hat es nicht nur geschmacklich in sich. Auch preislich liegen sie weit vorne. Weiße Trüffeln sind mit ihrem stattlichen Preis von durchschnittlich zwischen 4.000,– und 5.000,– Euro pro Kilogramm mit Abstand die teuerste Trüffelart.

Sie sind ein wahrer Hochgenuss und erfreuen sich nicht nur in der gehobenen Gastronomie größter Beliebtheit – Trüffel. Diese besondere Pilzart hat es nicht nur geschmacklich in sich. Auch preislich liegen sie weit vorne. Weiße Trüffeln sind mit ihrem stattlichen Preis von durchschnittlich zwischen 4.000,– und 5.000,– Euro pro Kilogramm mit Abstand die teuerste Trüffelart.

Trüffelarten

Nachfolgend werden die bekanntesten der zahlreichen Trüffelarten kurz beschrieben.

Burgundertrüffel/ Herbsttrüffel:

Wie schon der Name verrät, wird diese Trüffelart vom Herbst bis in den Winter hinein geerntet.
Die Herbsttrüffel ist in Europa bis ins nördliche Südskandinavien aufzufinden, wo sie in der Nähe von Eicheln, Linden, Föhren und Haseln wächst. Erkennbar ist diese Trüffelart an ihrem dunklen, körnigen Rinde und ihrem braun-beige gefleckten Inneren. Durch ihr nussiges Aroma spielt die Herbsttrüffel eine große Rolle in der Gastronomie und wird dort gerne verwendet. Preislich liegt sie zwischen 500,– bis 1.000,– Euro pro Kilogramm je nach Herkunft und Qualität.

Scorzone/Sommertrüffel:

Die Erntezeit der Sommertrüffel beginnt im Mai und geht bis Ende August. Sie ist vorwiegend in Mischwäldern im Bereich von Birken, Buchen sowie Kiefern und Tannen in Höhenlagen von 1.000 bis 1.400 m aufzufinden. Sie zeichnet sich durch ihre dicke, runde und dunkle Rinde aus. Der Kern der Sommertrüffel reicht von einem dunkelbraunen bis hin zu ockerfarbenen oder nussbraunen Ton, welcher von weißen Adern durchzogen ist. Diese Trüffelart ist die mildeste der bekanntesten Trüffelarten, welche dem Geschmack eines Steinpilzes ähnelt und sich dadurch auszeichnet, dass sie ihr volles Aroma erst nach einigen Minuten entfaltet. In der Küche wird diese Trüffel oft in Vorspeisen oder als Beilage zu Fleisch verwendet. Für ein Kilogramm der Sommertrüffeln müssen Sie etwa 200,– bis 400,– Euro zahlen.

Périgordtrüffel/ Schwarze Trüffel:

Die hierzulande als schwarze Trüffel bekannte Périgordtrüffel wird ab Dezember in Südwesteuropa (Spanien, Kroatien, Italien und Frankreich) geerntet. Optisch zeichnet sich diese Trüffelart durch ihre schwarze körnige, stachelige Rinde und den schwarzen Anschnitt mit feinen weißen Sprenkeln aus. Das Aroma der schwarzen Trüffel ist sehr intensiv und wird daher gerne und oft in der gehobenen Gastronomie verwendet. Je nach Herkunft und Qualität liegt der Kilopreis der Périgordtrüffel zwischen 1.000,– und 2.000,– Euro.

Alba-Trüffel/ Echte weiße Trüffel:

Die exklusivste aller Trüffelarten ist im Piemont Gebiet, Südfrankreich, Istrien sowie auch auf den Balkanhalbinseln aufzufinden und wird ab Spätherbst geerntet. Unter der hell-beigen, ebenmäßigen Rinde der Alba-Trüffel versteckt sich das hell marmoriertes Fruchtfleisch. Diese vor allem in der gehobenen Gastronomie beliebte Trüffelart besticht durch ihren sehr intensiven trüffeligen Geschmack und ihr pilziges Aroma. Mit einem stolzen Kilopreis von 4.000,– bis 5.000,– Euro ist die echte weiße Trüffel die teuerste aller Trüffelarten.

Weitere Trüffelarten sind die Bianchettitrüffel (Weiße Frühlingstrüffel), Wintertrüffel (Muskattrüffel), glatte schwarze Trüffel, Holztrüffel, indische Trüffel (schwarze chinesische Trüffel), rostbräunliche Trüffel, Teertrüffel, großsporige Trüffel (Knoblauchtrüffel), Hundenasentrüffel, gefleckte Trüffel, Hirschtrüffel, Mäandertrüffel, Orangerotetrüffel und Melanogaster tuberiformis.

Jedoch sind einige dieser Trüffelarten ungenießbar oder sogar gar nicht erst essbar.

Aber ist nun der hohe Preis gerechtfertigt?

Der hohe Preis beruht zum einen darauf, dass die verschiedenen Trüffelarten nicht beliebig viel gezüchtet werden können, sondern ausschließlich auf natürliche Weise heranwachsen. Sie sind damit weitaus seltener als andere in der Natur vorkommenden Lebensmittel. Des Weiteren ist die Ernte äußerst beschwerlich. Die Trüffeln werden heutzutage hauptsächlich durch bestimmte Hunderassen „erschnüffelt“, welche eigens darauf abgerichtet sind, die Trüffeln aufzuspüren. Somit ist die Suche jeder einzelnen Trüffel zeitintensiv und mühsam. Hinzu kommt, dass die Witterungsverhältnisse eine enorme Rolle für das Heranwachsen der Trüffeln darstellen. Bei ungünstigen Witterungsverhältnissen kann die Ernte somit deutlich niedriger gegenüber der des Vorjahres ausfallen. Daher entstehen zudem oftmals hohe Preisschwankungen. Da die Alba-Trüffel aus dem Piemont noch seltener ist, als die übrigen Trüffelarten es ohnehin schon sind, ist diese Trüffelart noch einmal um einiges teurer und gehört zu den teuersten Lebensmitteln der Welt.

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