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Warum sind Pinienkerne so teuer? – Aufklärung

Warum sind Pinienkerne so teuer

Bereits 60 Gramm der kleinen Pinienkerne können knapp vier Euro kosten. Ein stolzer Preis für ein Nahrungsmittel, dass häufig Verwendung auf Kuchen oder Törtchen findet und weniger als Snack für zwischendurch genutzt wird. Pinienkerne erfreuen sich jedoch als gesundes Lebensmittel einer großen Beliebtheit, denn sie gelten als besonders selten und somit wertvoll. Zudem stecken viele Nährstoffe in ihnen, wie etwa 600 mg Phosphor auf 100 Gramm Pinienkerne. Dieser Bestandteil hat essenzielle Auswirkungen auf das Wachstum unserer Knochen und hilft auch dabei, unsere Zähne zu festigen. Pinienkerne aus Biomärkten sind noch teurer als herkömmliche Varianten, die auch im regulären Supermarkt zu finden sind. So zahlen Verbraucher für ein Kilo Pinienkerne knapp 50 Euro.

Pinienkerne zählen zu teuren Lebensmitteln und sollten deshalb sparsam eingesetzt werden

Bereits 60 Gramm der kleinen Pinienkerne können knapp vier Euro kosten. Ein stolzer Preis für ein Nahrungsmittel, dass häufig Verwendung auf Kuchen oder Törtchen findet und weniger als Snack für zwischendurch genutzt wird. Pinienkerne erfreuen sich jedoch als gesundes Lebensmittel einer großen Beliebtheit, denn sie gelten als besonders selten und somit wertvoll. Zudem stecken viele Nährstoffe in ihnen, wie etwa 600 mg Phosphor auf 100 Gramm Pinienkerne. Dieser Bestandteil hat essenzielle Auswirkungen auf das Wachstum unserer Knochen und hilft auch dabei, unsere Zähne zu festigen. Pinienkerne aus Biomärkten sind noch teurer als herkömmliche Varianten, die auch im regulären Supermarkt zu finden sind. So zahlen Verbraucher für ein Kilo Pinienkerne knapp 50 Euro.

Weder Geschmack noch Aussehen der Pinienkerne können erklären, weshalb das Lebensmittel so viel Geld kostet

Einen besonders intensiven Geschmack, der sich deutlich von anderen Kernen oder im Vergleich zu Nusssorten abhebt, findet sich bei den Pinienkernen nicht. Zumindest rechtfertigt dieser nicht den hohen Preis dieses Lebensmittels, wie dies etwa bei Trüffel der Fall wäre, der tatsächlich neben seinem seltenen Vorkommen auch geschmacklich anders wirkt und mit seinem einzigartigen Aroma punktet. Zudem lassen sich Pinienkerne auch nur begrenzt als Zutat im Lebensmittelbereich einsetzen, weshalb sie häufig in geriebener oder geraspelter Form aufzufinden sind und nicht selten lediglich als Dekoration dienen.

So viel Zeit verstreicht, bis Pinien zum ersten Mal Pinienkerne hervorbringen

Die Mittelmeer-Kiefer oder Steinkiefer sind auch als Pinie bekannt, ein Baum, der vor allem im mediterranen Bereich Europas beheimatet ist. Bis zu 250 Jahre kann die Pinie alt werden und überzeugt durch ihren eindrucksvollen, hohen Wuchs. Anders als Tannen besitzt sie keine spitz zulaufende Baumkrone und erinnert deshalb auf den ersten Blick an Laubbäume, dabei handelt es sich bei der Pinie jedoch um einen klassischen Nadelbaum. Dementsprechend besitzt die Pinie, ähnlich wie andere Nadelbäume, Zapfen, um sich zu vermehren. Ihre Zapfen sehen jedoch nicht nur gut aus, sie beherbergen auch Kerne, die essbar sind, die sogenannten Pinienkerne. Bis eine Pinie allerdings groß genug ist, um Zapfen auszubilden, können bis zu zwei Jahrzehnte und mehr verstreichen. Eine lange Zeit für all jene, die gerne Pinienkerne ernten möchten.

Hohe Preise der Pinien gehen auch auf die geringe Ausbildung von Zapfen an den Nadelbäumen des Mittelmeeres zurück

Die langsame und lange Wachstumsdauer sowie die späte Ausbildung ihrer Zapfen sind ein wesentlicher Grund, warum Pinienkerne so teuer sind. Die Wartezeit von 20 Jahren sind aber noch nicht die alleinige Ursache, denn auch wenn der Nadelbaum endlich Zapfen hervorbringt, ist ihre Zahl nicht überproportional groß. Deshalb vermehren sich Pinien auch sehr langsam und sind darauf angewiesen, dass die Kerne sich möglichst rasch verteilen. Je nach Baumgröße und Alter können Pinie zwischen zehn und 60 Kilo Pinienkerne ergeben. Dieser überschaubare Ertrag an Kernen führt zusätzlich dazu, dass die Kerne im Handel teuer angeboten werden müssen, denn gleichzeitig existiert auch eine hohe Nachfrage, die Preise sozusagen explodieren lässt.

Mühsame Handarbeit treibt den Preis der Pinienkerne zusätzlich nach oben

Die gesammelten oder geernteten Zapfen der Pinie gehen nicht einfach als Ganzes in den Handel, sondern müssen aufwendig von Hand geschält werden. Maschinen für diese Arbeit, die automatisiert schneller schälen würden, existieren nicht. Deshalb vertrauen Pinienkerne-Sammler auf die jahrhundertealte überlieferte Tradition des Schälens über Hand und sorgen zusätzlich dafür, dass der Preis abermals steigt. Teure Pinienkerne gehen zusätzlich darauf zurück, dass keine Pinien-Farmen existieren. Pinienkerne werden von wild wachsenden Bäumen abgeerntet oder die Zapfen in nächster Nähe aufgelesen. Zu lange würde es dauern, solche uralten Bäume zur Ernte speziell anpflanzen zu lassen. Zwar bietet die Wildernte weniger Ertrag, dafür können sich die Menschen darauf verlassen, dass die Bäume noch viele Jahrzehnte dauerhaft Zapfen generieren und somit das Pinien-Geschäft unterstützen.

Wenig Pinienkerne pro Zapfen-Schuppen

Wenig Ertrag bieten manchmal nicht nur die Nadelbäume selbst, sondern auch ihre Zapfen. Aufgebaut in große Schuppen bietet der etwa 15 Zentimeter große Zapfen hinter jeder von ihnen maximal zwei Kerne. Nicht einmal eine handvoll Pinienkerne bleibt somit als Resultat nach der Befreiung der harten Schale übrig. Auch dieser Umstand führt dazu, dass Pinienkerne teuer sind. Zudem werden sie gerne in der gehobenen Küche verwendet, aber auch in der Süßwarenindustrie. Manche Großkunden sind dazu bereit, mehr Geld zu bezahlen, was zu einer stetigen Verteuerung führt.

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