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Warum sind gesättigte Fettsäuren ungesund? – Aufklärung

  • by Anatoli Bauer

Immer mehr Menschen legen heute auf eine fettarme Ernährung wert. Jedoch ist es bei den Fetten wichtig, zu unterscheiden. Man unterteilt Fette in gesättigte und ungesättigte Fette und es sind hauptsächlich die gesättigten Fette, die für unsere Gesundheit schädlich sein können. Warum das so ist, wollen wir im Folgenden einmal näher betrachten.

Was ist der Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fetten?

Der Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren besteht in ihrer chemischen Zusammensetzung. Fette setzen sich aus Glycerin und drei Fettsäuren zusammen. Im Unterschied zu den ungesättigten Fettsäuren weisen die gesättigten Fettsäuren keine Doppelbindung auf. Besteht eine Doppelbindung, so spricht man von ungesättigten Fettsäuren, beim Bestehen von mehreren Doppelbindungen hingegen von mehrfach ungesättigten Fetten. Alle tierischen Fette, wie sie beispielsweise in Butter, Käse und Wurst vorkommen, sind gesättigt. Es gibt jedoch auch einige pflanzliche Fette, die gesättigt sind. Dazu gehören hauptsächlich die festen Fette wie Kokosfett.

Auf welche Weise schadet gesättigtes Fett?

Gesättigte Fettsäuren können den Cholesteringehalt im Blut steigern. Es wird dabei das LDL Cholesterin gesteigert, das auch als schlechtes Cholesterin bekannt ist. Es ist die Aufgabe des LDL die Organe des Körpers mit Cholesterin zu versorgen und führt es dazu durch die Blutbahnen. Dort wird Cholesterin zur Bildung von Zellmembranen, zur Steuerung von Hormonen und zu ähnlichen Aufgaben benötigt. Nehmen wird durch gesättigte Fette zu viel Cholesterin auf, so gelangt mehr Cholesterin in das Blut, als von den Organen aufgenommen werden kann. Tritt dieser Fall ein, so setzt sich das überschüssige Cholesterin als Plaque an den Wänden der Gefäße ab und es kommt zu einer Arterienverkalkung. Die Gefäße verschmälern sich, so dass Blut nicht mehr in normalem Maße hindurchfließen kann. Von den folgen können unterschiedliche Organe betroffen sein, so auch das Herz. Darum steht ein zu hoher Cholesterinwert auch mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen in Verbindung.

Im Gegensatz zum LDL steht das HDL Cholesterin. Es hat die Aufgabe, überschüssiges Cholesterin im Blut einzusammeln und zur Leber zu transportieren, wo es abgebaut wird. Während ungesättigte Fette den Aufbau von HDL Cholesterin begünstigt, beeinflussen gesättigte Fette hauptsächlich den Aufbau von dem schlechten LDL Cholesterin. Aus diesem Grunde sollten gesättigte Fette auch nur einen kleineren Anteil des gesamten Fetts ausmachen, das man konsumiert.

Sollte man Fette vollkommen vermeiden?

Viele Menschen gehen davon aus, dass Fette grundsätzliche gesundheitsschädlich sind und dick machen. Doch sind sie auch ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung. Es gibt drei Makronährstoffkategorien, die wir brauchen, um überleben zu können. Diese sind Kohlenhydrate, Proteine und Fette. Fette übernehmen in unserem Körper durchaus eine wichtige Rolle und müssen daher auch ein Bestandteil unserer täglichen Ernährung sein. Fette sind ein Bestandteil des Gehirns und verschiedener Körpergewebe. Es bildet einen Schutz für die Organe und gewährt uns außerdem eine Isolierschicht, die uns vor warmen und kalten Temperaturen schützt. Darüber hinaus ist Fett auch der wichtigste Energiespeicher, den der Körper besitzt.

So ernährt man sich korrekt

Es geht also nicht darum, auf den Verzehr von Fetten vollkommen zu verzichten, sondern vielmehr darum, die richtigen Mengen in den Speiseplan einzubauen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt heute, das Fett nicht mehr als 30 Prozent der Gesamtkalorien der täglichen Nahrung ausmachen sollte. Gesättigte Fette und ungesättigte Fette sollte dabei in einem Verhältnis von 1:2 stehen. Das bedeutet also 10 Prozent der Gesamtkalorien in gesättigten Fetten und 20 Prozent in ungesättigten Fetten.

Es gilt dabei jedoch zu beachten, dass Fett eine wesentlich höhere Energiedichte hat, als Proteine oder Kohlenhydrate. Daher kann bei einer fettreichen Ernährung dieses Verhältnis schnell überschritten werden. Bei einer normalen Diät von 1.800 Kalorien pro Tag sollte man nicht mehr als 180 Kalorien in gesättigtem Fett konsumieren. Wer gerne fettreichen Käse und Butter isst, überschreitet diese Grenze jedoch schnell. Auch Fertiggerichte und Fast Food stecken oft voller ungesättigter Fette, die auf den ersten Blick gar nicht als solche zu erkennen sind. Daher gilt es, sich bewusst zu ernähren und auf eine stark fetthaltige Kost zu verzichten.

Welche Lebensmittelgruppen haben die meisten ungesättigten Fette?

Gesättigte Fette findet man hauptsächlich in tierischen Produkten. Neben Fleisch und Wurst gehören dazu auch Butter, Käse und Schlagsahne, sowie Schweineschmalz. Es gibt jedoch auch einige pflanzliche Fette, die von ihrer Struktur her zu den gesättigten Fetten gehören. Dazu gehören beispielsweise Kokos- und Palmkernfett. Diese Fette findet man in der Regel in gehärteter Form vor und sie werden häufig zum Braten und Frittieren benutzt.

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