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Warum sind Feigen nicht vegan? – Aufklärung

Warum sind Feigen nicht vegan

Bei Feigen denkt jeder an Früchte. Dass sie nicht vegan sind, ist eigentlich unvorstellbar. Heutzutage werden sie hierzulande gerne als orientalische Delikatesse gegessen und kommen auch zu besonderen Anlässen, wie etwa Weihnachten oder bestimmten Festen auf den Tisch. Tribus Ficeae, so der lateinische Name der Gattung. Über Tausende von Arten der Feigenbäume sind inzwischen bekannt. Beheimatet sind sie überall in warmen Regionen oder in subtropischen Zonen, denn die Feige benötigt zur Reife viel Sonne. Damit aus der Blüte der Feige eine Frucht wird, die später geerntet werden kann, muss diese bestäubt werden. An ihrem Wachstumsort kommt dafür die sogenannte Feigenwespe Agaonidae zum Einsatz. Sie unterscheidet sich in ihrem Aussehen aber deutlich von der typischen Wespe Nordeuropas, denn sie besitzt einen länglichen Körperbau und eine dunklere Farbe.

Für das Heranwachsen von Feigen müssen diese erst durch die Feigenwespe bestäubt werden

Bei Feigen denkt jeder an Früchte. Dass sie nicht vegan sind, ist eigentlich unvorstellbar. Heutzutage werden sie hierzulande gerne als orientalische Delikatesse gegessen und kommen auch zu besonderen Anlässen, wie etwa Weihnachten oder bestimmten Festen auf den Tisch. Tribus Ficeae, so der lateinische Name der Gattung. Über Tausende von Arten der Feigenbäume sind inzwischen bekannt. Beheimatet sind sie überall in warmen Regionen oder in subtropischen Zonen, denn die Feige benötigt zur Reife viel Sonne. Damit aus der Blüte der Feige eine Frucht wird, die später geerntet werden kann, muss diese bestäubt werden. An ihrem Wachstumsort kommt dafür die sogenannte Feigenwespe Agaonidae zum Einsatz. Sie unterscheidet sich in ihrem Aussehen aber deutlich von der typischen Wespe Nordeuropas, denn sie besitzt einen länglichen Körperbau und eine dunklere Farbe.

Wespen sorgen dafür, dass manche Feigen nicht vegan sind

In Europa bestäubt meist die Feigengallwespe Blastophaga psenes die „Echte Feige“ und sorgt damit dafür, dass an ihr Früchte wachsen können. Bestäubt werden von ihr die Ficus carica und die Punjab-Feige. Es hält sich bis zum heutigen Tage das Gerücht, dass in jeder Feige eine Wespe steckt, doch das ist so nicht ganz korrekt. Zunächst muss gesagt werden, dass die Bestäubung dieser Feigensorten hierzulande nicht durch die Feigengallenwespe geschieht. Griechenland und Türkei, aber vor allem auch Israel und Brasilien sind Länder, die warm genug sind, in denen die Feige tatsächlich heranreifen kann. Auch andere Wespenarten können in der Lage sein, die Feige zu bestäuben. Sie wächst aber nicht aus einer Blüte heraus, sondern die Ansammlung vieler Blüten wird später viel mehr zur Feige, die Fruchtbildung unterscheidet sich somit deutlich von anderen Sorten.

Deshalb legt die Feigenwespe ihre Eier in den schmalen Eingang der Feigenblüte

Wenn die Feigengallwespe ihre Pollen in die winzige Blütenöffnung legen will, klettert sie in die wenigen millimetergroßen Röhren. Ihr eigentliches Ziel ist jedoch die Eiablage im Inneren, die Bestäubung lediglich ein passiver Schritt. In vielen, aber nicht allen Fällen, verliert die Wespe in diesem Zusammenhang ihre Flügel und stirbt in der Blüte und wird später von der Feige eingeschlossen. Enzyme der Pflanze sorgen dafür, dass die Wespe zersetzt wird. Aus den Eiern der Wespe im Inneren entwickeln sich sowohl männliche als auch weibliche Larven, die zu adulten Formen heranreifen und sich später einfach aus der Feige heraus fressen.

Auch Larven können unter Umständen im Inneren der Feige verenden

Manchmal funktioniert dieser Vorgang aber nicht und eine der Larven oder der ausgewachsenen Wespen verendet auf ihrem Weg nach draußen im Inneren der Feige. Haben es Männchen und Weibchen nach draußen geschafft, beginnt sich das flügellose Männchen mit dem beflügelten Weibchen zu paaren. Anschließend überleben die männlichen Wespen nicht lange, denn ohne Flügel sind sie schutzlos vor Attacken anderer Insekten ausgeliefert. Die erwachsene, weibliche Wespe trägt nun ihre Eier wieder in eine noch freie Blüte und transportiert außerdem wieder Pollen zur Bestäubung mit sich. Somit startet der Kreislauf von neuem. Für Liebhaber von Feigen ergibt sich eine Chance, je nach Importland der Feige, dass sich im Inneren der ungewöhnlichen Frucht also noch ein totes Insekt befindet. Somit sind manche Feigen nicht vegan.

Der Kreislauf der Bestäubung von Feigenblüten kann zu toten Wespen in der Feige führen

Im günstigsten Ablauf des Kreislaufes der Befruchtung von Feigen verendet die weibliche Wespe jedoch nicht in der Blüte, sondern krabbel wieder heraus. Auch die erwachsenen Larven sollten problemlos ihren Weg in die Freiheit finden, sodass Menschen, die in eine solche Frucht beißen, nicht in jeder Feige Restbestände von Insekten vorfinden können. Wer Veganer ist und grundsätzlich auch den Verzehr von Insekten meidet, für den kann der Genuss der Feige also ein Risiko darstellen, doch noch in Kontakt mit totem, tierischem Material zu kommen.

Deutsche Feigen können aufgrund anderer Methoden der Bestäubung als vegan gelten

In Deutschland und in manch anderen gezüchteten Ländern werden Feigen auch ohne Zutun der Blastophaga psenes befruchtet, da sie in unseren Breitengraden nicht vorkommt. Dies bedeutet aber auch, dass der gesamte Bestäubungsprozess ein vollkommen anderer ist. Es existieren speziell in Deutschland Feigensorten, die ohne eine Bestäubung der Feigenwespen am Ende Früchte hervorbringen. Für Veganer kann es eine Alternative sein auf deutsche Feigen zu setzen, denn sie sollten als vegan gelten und kein tierisches Material in ihrem Inneren enthalten.

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