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Warum sind Chips nicht vegan? – Aufklärung

  • by Anatoli Bauer

Am Abend nach einem langen Tag auf die Couch fallen und einen Film schauen ist eine wahre Wohltat, doch eine Kleinigkeit darf nicht fehlen: Chips. Der Snack ist perfekt für zwischendurch und kann selbst das Hungergefühl stillen. Dabei machen viele Veganer und Veganerinnen aber den Fehler und glauben, dass Chips vegan sind. Immerhin bestehen jene lediglich aus Kartoffeln sowie diversen Gewürzen, doch es wird Sie überraschen zu hören, dass Chips nicht vegan sind. Warum das der Fall ist und wie Sie als Veganer/in dennoch in den Genuss von Chips kommen können, zeigen wir Ihnen.

Ein Blick auf den Inhalt

Vielleicht haben Sie schon einmal selbst Chips gemacht. In einem solchen Fall wissen Sie genau, woraus jene bestehen. Es sind dünne Kartoffelscheiben, welche entweder mit oder ohne Schale frittiert werden. Um für einen leckeren Geschmack zu sorgen, werden die Chips mit Salz oder anderen Gewürzen verfeinert. Nach dem kurzem Abkühlen können Sie die Chips direkt essen. Jedoch ist es sehr aufwendig eigene Chips zu machen, weshalb Sie sich das Leben etwas erleichtern und einfach Chips im Supermarkt kaufen. Hier gibt es eine gigantische Auswahl, auch hinsichtlich des Geschmacks. Von Paprika und Salz über Kräuterbutter bis zu Nacho Cheese ist alles vertreten, was Ihr Herz begehrt. Doch gerade das ist der große Knackpunkt, denn viele Chips sind nicht mehr vegan, obwohl das Grundprodukt aus Kartoffeln besteht.

Diverse tierische Bestandteile in Chips

Auf den ersten Blick würden Sie nicht vermuten, dass in Chips tierische Bestandteile enthalten sind, doch das ist häufig der Fall. Der Grund sind die etlichen Zusatzstoffe, denn Chips aus dem Supermarkt bestehen nicht nur aus Kartoffeln und Salz, sondern zahlreichen Aromastoffen, Geschmacksverstärkern und mehr. Genau diese Zusätze sind häufig tierischen Ursprungs. Gerade, um einen bestimmten Geschmack zu erreichen, wie „Currywurst“, „Beef Chili“, „Bacon“ oder „Spare Ribs“, sind sich die Hersteller nicht zu schade dafür, echte tierische Produkte zu verwenden. So finden Sie zum Beispiel folgende Zusätze in Chips:

  • Honig
  • Schweinefleischpulver
  • Käse oder Käsepulver
  • Butterreinfett
  • Sahnepulver
  • Milcheiweiß
  • Garnelen, Shrimpextrakt oder Shrimppulver
  • Sauerrahmpulver
  • Buttermilchpulver

Das ist nur eine kleine Auswahl der tierischen Zusätze, welche in Chips enthalten sein können. Das große Problem ist, dass nicht immer alle Zusätze auf der Verpackung gekennzeichnet sein müssen. Es kann also durchaus sein, dass tierische Produkte enthalten sind, doch Sie davon nichts erfahren. Meist hilft jetzt nur die Nachfrage beim Hersteller. Aber auch hier gibt es ein Problem, denn handelt es sich um nicht kennzeichnungspflichtige Zusätze, muss das Unternehmen diese auch auf Nachfrage nicht preisgeben. Die meisten Hersteller sind aber sehr kulant und werden Ihnen die einzelnen Inhaltsstoffe mitteilen.

Vergessen Sie das Frittierfett nicht!

Frittieren Sie zu Hause etwas, verwenden Sie Pflanzenfett. Es ist frei von tierischen Zusätzen und kann somit bedenkenlos genutzt werden. Auch die meisten Hersteller greifen auf Pflanzenfett zurück. Nicht aus veganen Gründen, sondern weil Pflanzenöl meist günstiger in der Anschaffung ist. Es gibt aber auch Ausnahmen, welche mit tierischen Fetten frittieren. Natürlich kommt die Kartoffel dabei nicht nur in Kontakt mit dem Fett, sondern saugt es auch auf. Selbst, wenn keine weiteren tierischen Zusätze vorliegen, sind die Chips jetzt nicht vegan. Am besten achten Sie beim Kauf auf Aufschriften wie „In Sonnenblumenöl frittiert“ oder Ähnliches. Alternativ greifen Sie zu Ofenchips, denn jene werden nicht in Öl, sondern in einem Heißluftofen frittiert. Praktischer Nebeneffekt: Sie sparen viele Kalorien, da sich die Kartoffeln nicht mit dem Fett vollsaugen.

Gibt es vegane Chips?

Veganer und Veganerinnen müssen nicht auf den Chipsgenuss verzichten, denn über die letzten Jahre sind immer mehr vegane Varianten in den Handel gekommen. Jedoch sollten Sie aufpassen: Die Aufschrift „Vegan“ ist nicht geschützt und kann somit von jedem verwendet werden, ob die Lebensmittel jetzt vegan sind oder nicht. Von daher ist es zu empfehlen, dass Sie vor dem blinden Kauf einen Blick auf die Rückseite werfen. Hier finden Sie die Inhaltsangabe, sodass Sie prüfen können, ob die Chips tatsächlich vegan sind oder ob das nur eine Werbemaßnahme ist. Ansonsten müssen Sie nicht zu klassischen Kartoffelchips greifen, denn es gibt viele unterschiedliche Gemüsesorten, die zu Chips verarbeitet werden können. Beliebt sind Linsen, Mais, Kohl, rote Beete oder Quinoa. Somit haben Sie eine große Auswahl an veganen Chips, die dank ihrer Zutaten sogar noch eine neue Geschmackskomponente mitbringen.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am: 29. April 2022 von Anatoli Bauer

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