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Warum sind Ballaststoffe wichtig? – Aufklärung

  • by Anatoli Bauer

Es ist allgemein bekannt, dass der Körper diverse Vitamine und Nährstoffe benötigt, damit dieser richtig funktioniert. Nehmen Sie nicht ausreichend Nährstoffe auf, kommt es zu Mangelerscheinungen, die Ihre Gesundheit deutlich beeinträchtigen. Natürlich gibt es etliche Nährstoffe, doch gerade Ballaststoffe sind für den Körper lebensnotwendig. Vorrangig im Hinblick auf den Darm benötigen Sie Ballaststoffe, um Darmbewegungen zu fördern und somit eine gesunde Verdauung zu garantieren. Was Sie alles über Ballaststoffe wissen müssen, haben wir für Sie zusammengefasst.

Was sind Ballaststoffe?

Ehe wir auf die Funktion der Ballaststoffe eingehen und wo Sie jene finden, müssen Sie wissen, um was es sich genau handelt. Ballaststoffen sind Nahrungsbestandteile mit pflanzlichem Ursprung. Unser Körper kann jene nicht verwerten, sodass diese wieder ausgeschieden werden. Dennoch stellen sie einen wichtigen Teil der täglichen Ernährung dar. Unterschieden wird der Nährstoff in lösliche sowie unlösliche Ballaststoffe. Lösliche Ballaststoffe finden Sie meist in Obst und Gemüse, wobei auch Inulin, lösliche Hemizellulosen sowie Pektine unter diese Kategorie fallen. Die löslichen Ballaststoffe fungieren als Quellstoff und bindet somit große Mengen an Wasser. Dadurch wird der Stuhl weicher und das Stuhlvolumen nimmt zu. Gleichermaßen wird eine zügige und regelmäßige Darmentleerung garantiert. Ansonsten gibt es noch die unlöslichen Ballaststoffe. Vorwiegend sind jene in Getreide und Hülsenfrüchten zu finden. Weitere Gruppenmitglieder sind Zellulose, Lignin oder unlösliche Hemizellulose. Zwar binden unlösliche Ballaststoffe weniger Wasser, doch dafür können die Darmbakterien jene kaum abbauen. Insofern nimmt das Stuhlvolumen zu und die Darmbewegung wird gefördert. Dadurch beschleunigt sich der Weitertransport von Nahrungsresten und das anschließende Ausscheiden.

Die Wichtigkeit von Ballaststoffen

Der Verdauungstrakt braucht Ballaststoffe, um gesund und reibungslos zu arbeiten. Dabei bemerken Sie sofort, wenn Sie zu wenige Ballaststoffe aufgenommen haben. Ihr Stuhl wird sehr fest und verliert deutlich an Volumen. Es kann auch zu Magenschmerzen oder Verstopfungen kommen. Ballaststoffe sind also dafür verantwortlich, dass Sie auf der Toilette keine Schwierigkeiten haben. Allerdings unterstützen Ballaststoffe nicht nur das Stuhlvolumen und beschleunigen das Ausscheiden, sondern auch das Risiko von diversen Darmerkrankungen, wie Dickdarmkrebs oder Darmausstülpungen, sinkt. Das ist aber noch nicht alles, denn Ballaststoffe helfen die Blutfettwerte zu senken, da diese Cholesterin binden und jenes direkt ausscheiden. Insofern sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Abschließend helfen Ballaststoffe auf dem Weg zur schlanken Linie, denn jene regulieren den Blutzuckerspiegel und vermeiden somit Übergewicht. Insofern haben Ballaststoffe viele wichtige Aufgaben, weshalb Sie auf den Nährstoff nicht verzichten dürfen.

Wo kommen Ballaststoffe vor?

Da es sich bei Ballaststoffen um einen pflanzlichen Bestandteil handelt, finden Sie jene selbstverständlich in verschiedenen Pflanzen. Darunter Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst. Tipp: Besonders viele Ballaststoffe befinden sich in den äußeren Randschichten von Getreide, weshalb Sie ungeschältes Getreide bevorzugen sollten. Das ist auch der Grund, weshalb klassisches weißes Mehl des Typs 405 eine schlechte Wahl ist, denn bei der Herstellung gehen viele Ballaststoffe verloren. Gehen Sie bei Mehl nach folgender Faustregel vor: Je höher die Zahl der Typbezeichnung, desto mehr Ballaststoffe sind enthalten. Sie können Ihre Ballaststoffe aber auch anderweitig zuführen. Hier einige Beispiele.

Gemüse: Gemüse ist nicht nur reich an Ballaststoffen, sondern auch Vitaminen und anderen Nährstoffen. Legen Sie aber großen Wert auf eine ballaststoffreiche Ernährung, sind Möhren, rote Beete, Paprika, Kohl und Fenchel empfehlenswert. Der Ballaststoffgehalt liegt hier bei 100 Gramm zwischen zwei bis fünf Gramm. Noch besser eignen sich Hülsenfrüchte, denn diese liefern etwa sieben Gramm pro 100 Gramm. Eher unpassend für eine ballaststoffreiche Ernährung sind Gurken sowie Tomaten und Zucchinis. Jene haben einen hohen Wassergehalt, doch wenige Ballaststoffe. Der Wert liegt bei etwa 0,5 bis ein Gramm pro 100 Gramm.

Obst: Auch in Obst finden sich Ballaststoffe, wobei Beerenfrüchte zu empfehlen sind. Das Problem ist, dass Beeren oftmals nur eine kurze Saison besitzen, sodass Sie das Obst nicht immer frisch kaufen können. Alternativ können Sie zu Äpfeln oder Bananen greifen. Deren Ballaststoffgehalt ist zwar niedriger, doch dafür sind sie das ganze Jahr über verfügbar.

Brot: Brot ist ein guter Lieferant von Ballaststoffen, solange Sie sich für Vollkornbrot entscheiden. Wie bereits erwähnt, verliert Mehl viele Ballaststoffe, wenn jenes geschält wird. Vollkornbrot verwendet Vollkornmehl, also Mehl mit Schale. Dadurch ist der Ballaststoffgehalt deutlich höher. Zum Vergleich: In vier Scheiben Vollkornbrot sind etwa 15 Gramm Ballaststoffe enthalten. Um dieselbe Menge Ballaststoffe zu erreichen, müssen Sie hingegen sieben Scheiben Vollkorntoast, 20 Scheiben Toastbrot oder 15 Croissants essen. Ein weiterer Pluspunkt von Vollkornbrot ist, dass es mit 340 Kilokalorien und 1,7 Gramm Fett deutlich gesünder ist.

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