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Warum ist Obst & Gemüse gesund? – einfache Erklärung

  • by Anatoli Bauer

Ernährungsexperten raten heute immer wieder dazu, täglich mehrere Portionen von Obst und Gemüse zu verzehren, um die Gesundheit durch die Ernährung zu fördern. Oft fragt man sich jedoch, warum Obst und Gemüse eigentlich so gesund sind und wie sie auf den Körper wirken. Wir sind dieser Frage einmal nachgegangen um zu klären, warum Obst und Gemüse diese wichtige Stellung in unserem täglichen Ernährungsplan verdient haben.

Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe: Der Reichtum von Obst und Gemüse

Obst und Gemüse sind unsere wichtigsten Lieferanten für Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe, ohne die wird man nicht leben können. Sie regulieren unseren Stoffwechsel, stärken das Immunsystem, spielen im Nervensystem eine ausschlaggebende Rolle und sind außerdem am Aufbau von Blutkörperchen, Zähnen, Knochen und Gewebezellen beteiligt. Diese pflanzlichen Stoffe kann der menschliche Körper jedoch nicht selbst herstellen. Daher müssen wir sie mit der Nahrung aufnehmen. Obst und Gemüse sind eine Quelle, die reich an diesen Stoffen ist und außerdem nur über einen geringen Energiewert verfügt. Daher trägt der Verzehr von Obst und Gemüse auch nicht zum Aufbau von Fettpolstern bei. An Obst und Gemüse kann man sich satt essen, ohne befürchten zu müssen, dass man dabei zunimmt. Der hohe Wassergehalt versorgt außerdem unseren Flüssigkeitshaushalt. Außerdem liefern Obst und Gemüse auch wichtige Ballaststoffe, die eine gesunde Verdauung unterstützen. Die Ballaststoffe sind schwer zu verdauen und verbleiben daher länger im Magen. Das sorgt für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Ballaststoffe haben jedoch noch einen weiteren wesentlichen Vorteil für die Gesundheit. Sie können nämlich den Cholesterinspiegel im Blut senken und stabilisieren gleichzeitig den Blutzuckergehalt. Daher kann eine ausreichende Zufuhr von Ballaststoffen auch vor Herzerkrankungen, die durch zu viel Cholesterin hervorgerufen werden schützen und ebenfalls das Risiko von Diabetes Mellitus senken.

Was passiert bei Vitaminmangel?

Vitaminmangel kann sich auf vielseitige Weise äußern. Insgesamt sind heute 13 Vitamine bekannt, die alle im Körper wichtige Schlüsselaufgaben übernehmen. Sind sie nicht in ausreichender Menge vorhanden, so werden verschiedene Abläufe im Körper gestört und es kommt zu einer Beeinträchtigung von Organen, Nerven und Immunsystem. Die Enzymfunktionen, die Verdauung und der Stoffwechsel können durch einen Vitaminmangel ebenfalls gestört werden. Daher ist es wichtig, darauf zu achten, dass man unterschiedliche Vitamine in ausreichender Menge mit der Nahrung aufnimmt und dazu gewähren Obst und Gemüse die beste Möglichkeit.

Vitaminmangel kann zahlreiche Symptome Hervorrufen. Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind oft ebenso auf Vitaminmangel zurückzuführen, wie Kopfschmerzen, Blutarmut und Probleme mit der Haut. Sorgt man daher stets für einen ausgeglichenen Vitaminhaushalt, so kann man viel zum eigenen Wohlbefinden beitragen. Bei einem dauerhaften Vitaminmangel werden die Symptome jedoch immer schwerwiegender.

Sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Wirkung

Erst vor wenigen Jahren konnten Wissenschaftler auch die sekundären Pflanzenstoffe und deren Wirkung auf unseren Körper erforschen. Dabei handelt es sich um solche Wirkstoffe, die den Obst- und Gemüsesorten ihre intensive Färbung und ihren Geruch verleihen. Es wurde festgestellt, dass viele dieser Stoffe entzündungshemmend und antibakteriell wirken. Zwar sind sie nicht wie Vitamine lebensnotwendig, dennoch können zu Gesundheit und Wohlbefinden beitragen. Die genauen gesundheitlichen Vorteile, die uns sekundäre Pflanzenstoffe bieten, werden derzeit nicht erforscht. Besonders bekannt sind unter diesen sekundären Pflanzenstoffen die Polyphenole. Im Labor wurde erwiesen, dass sie die Zellen vor Freien Radikalen schützen, blutdruckregulierend wirken und auch Entzündungen mindern können. Sie sind also gewissermaßen eine Arznei aus der Natur, eine besondere Wohltat, wenn wir Obst und Gemüse essen.

Wie viel Obst und Gemüse ist gesund?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt einen täglichen Verzehr von 250 Gramm Obst und 400 Gramm Gemüse. Allerdings kommt es nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Qualität an. Vitamine sind sehr empfindlich und werden durch Kochen bei hohen Temperaturen zu einem großen Teil zerstört. Darum sollte Obst beispielsweise grundsätzlich roh verzehrt werden. Auch rohe Salate sind empfehlenswert. Bei der Zubereitung von Gemüse erweist sich ein kurzes Dünsten als beste Zubereitungsmethode. Beim Kochen im Wasserbad werden die Nährstoffe nämlich herausgespült und gehen verloren. Smoothies sind ebenfalls eine ausgezeichnete Art, um die täglich empfohlene Menge von Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Dabei kann man Obst und Gemüse auch vermischen und so auch Gemüse roh zu sich nehmen. Durch die Süße des Obstes kommt ein angenehmer Geschmack zustande. Es lohnt sich, beim Kauf auf Bio Produkte zu achten. So kann man Schadstoffe vermeiden und Obst auch mit der Schale essen. Oft verbergen sich nämlich gerade in der Schale viele Nährstoffe.

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