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Warum ist Cola schwarz? – einfache Erklärung

Warum ist Cola schwarz

Es gibt viele verschiedene Softgetränke. Eines der beliebtesten auf dem Markt ist Cola. Diese zeichnet sich neben ihrem Geschmack vor allem auch durch ihre auffallend schwarze Farbe aus. Doch aus welchem Grund ist Cola eigentlich schwarz?

Es gibt viele verschiedene Softgetränke. Eines der beliebtesten auf dem Markt ist Cola. Diese zeichnet sich neben ihrem Geschmack vor allem auch durch ihre auffallend schwarze Farbe aus. Doch aus welchem Grund ist Cola eigentlich schwarz?

Inhaltsstoffe von Cola

Cola hat zahlreiche unterschiedliche Inhaltsstoffe. Früher wurde das Getränk hauptsächlich aus Kolanuss, welche reich an Koffein ist, sowie dem Extrakt aus Blättern des Cocastrauchs hergestellt. Es wurden allerdings ab 1902 keine kokainhaltigen Arten der Pflanze verwendet, sondern lediglich solche, welche reich an Koffein sind.

Nelkenöl, Zimtöl, Vanille und verschiedene Kräuter verleihen der Cola ihren typischen Geschmack. Während früher noch Zitronensäure eine wichtige Rolle in der Herstellung von Cola spielte, wurde diese heutzutage durch Phosphorsäure ersetzt. Diese wird auch E 338 genannt.
Allerdings hat deutsche Cola einen anderen Zitronenanteil als Cola aus den USA, auch andere Zutaten unterscheiden sich je nach Region.
Beispielsweise werden auf den verschiedenen Kontinenten unterschiedliche Zuckerarten verwendet, um der Cola ihre Süße zu verleihen. Auch die verwendeten Wassersorten sind nicht überall dieselben.
Während die meisten Colagetränke mit einem niedrigeren Koffeinanteil als schwarzer Tee oder Kaffee zu Buche schlagen, gibt es einige Ausnahmen, welche deutlich mehr Koffein enthalten.

Farbstoff E 150d

Zusätzlich in Cola enthalten ist der synthetische Zusatzstoff E 150d. Dieser ist eine schwarze Lebensmittelfarbe namens Zuckercouleur, welcher in Europa für die verschiedensten Nahrungsmittel ohne Beschränkung zugelassen ist.

Je nachdem, welches Produkt mittels Zuckercouleur eingefärbt werden soll, werden verschiedene Arten des Zusatzstoffs verwendet. Für Erzeugnisse, welche stark alkoholhaltig sind, werden kaustische beziehungsweise einfache Couleur verwendet und für Essig und Alkopops ausschließlich kaustische Sulfit-Couleur. In Bier und sauren Lebensmittel hingegen kann Ammoniak-Couleur enthalten sein.

Der Cola wird ausschließlich Ammoniumsulfit-Couleur beigemischt. Dieser Farbstoff ist für die charakteristisch schwarze Farbe der Cola verantwortlich.

Ist Zuckercouleur krebserregend?

Zuckercouleur wird hergestellt, indem Zucker zusammen mit unterschiedlichen Chemikalien auf etwa 140 Grad erhitzt wird. Dabei können Rückstände der chemischen Verbindung 4-MEI zurückbleiben, welche möglicherweise krebserregend sind. „4-MEI“ steht für 4-Methylimidazol. Neben Cola ist der Farbstoff zum Beispiel auch häufig in Lakritz, Marmelade beziehungsweise Konfitüren, Soßen oder Süßigkeiten enthalten. Bis zu 75 % der Zuckercouleur-Produktion wird jedoch für verschiedene Getränke verbraucht. 2011 wurden Tierversuche durchgeführt, welche auf die krebserzeugende Wirkung der chemischen Verbindung hinweisen.

Die kalifornische Gesundheitsbehörde nimmt an, dass von 100.000 Menschen, welche täglich mindestens 30 Mikrogramm 4-MEI zu sich nehmen, einer in seinem Leben an Krebs erkrankt. Aus diesem Grund müssen Lebensmittel, welche einen bestimmten Wert an 4-MEI überschreiten, in Kalifornien seit einigen Jahren mit einem Warnhinweis versehen werden. Dieser Grenzwert liegt bei 29 Mikrogramm pro Tagesdosis. Eine Untersuchung in Deutschland ergab, dass die meisten Limonaden hierzulande den Grenzwert von 29 Mikrogramm überschreiten, nur wenige kämen ohne Warnhinweis aus.

Da die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit den Farbstoff hingegen für gesundheitlich unbedenklich hält, gibt es hierzulande keine Bestimmungen, wie viel Zuckercouleur in Getränken oder anderen Nahrungsmitteln enthalten sein darf, bevor diese als gefährlich eingestuft werden. Falls 4-MEI aber bei der Herstellung verwendet wurde, so muss dies auf dem Produkt angegeben werden. Außerdem darf der dunkle Farbstoff nicht verwendet werden, um bestimmte Eigenschaften, wie beispielsweise einen hohen Roggenanteil in Brot, vorzutäuschen.

Was jedoch existiert, ist ein zugelassene erlaubte Tagesdosis, unter welcher Zuckercouleur zu sich genommen werden kann, ohne dass dies ein merkliches Risiko für die Gesundheit birgt. Die EFSA gibt an, dass 300 Milligramm 4-MEI pro Kilogramm Körpergewicht täglich konsumiert werden können, ohne dass dies gesundheitsgefährdend ist. Demnach wäre im Extremfall sogar eine tägliche Aufnahme von 4,5 Milligramm Zuckercouleur gefahrlos möglich. Die meisten Zuckercouleur enthaltenden Getränke, welche in deutschen Supermärkten verkauft werden, enthalten etwa 70 Mikrogramm 4-MEI pro 250 Milliliter und müssten in Kalifornien somit mit einem Warnhinweis versehen werden.

Ernährungswissenschaftler raten dazu, gänzlich auf den Konsum von Zuckercouleur zu verzichten, falls man auf Nummer sicher gehen möchte.

Coca-Cola verteidigt ihr bewährtes Getränkerezept und gibt an, dass es weltweit keine wissenschaftlich stichhaltigen Begründungen gibt, den Grenzwert, ab welchem der Konsum von 4-MEI als gefährlich einzustufen ist, herabzustufen. Demnach sei der Zuckercouleur in den Getränken von Coca-Cola schon immer sicher gewesen. Die Firma habe die Zulieferer lediglich gebeten, den 4-MEI-Wert in Kalifornien zu senken, um zu vermeiden, dass deren „sichere Getränke“ mit einem „wissenschaftlich unbegründeten Warnhinweis“ versehen werden müssen.

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