Skip to content
Home » Küchenlexikon » Warum gilt Fisch nicht als Fleisch? – Aufklärung

Warum gilt Fisch nicht als Fleisch? – Aufklärung

Warum gilt Fisch nicht als Fleisch

Fisch steht nicht nur traditionell bei vielen Freitags auf dem Speiseplan sondern ist bei einigen generell bewusst gewählte und erlaubte Fleischalternative ihres sonst vegetarischen Ernährungsstils. So gilt Fleisch nicht als Fisch und umgekehrt, aber woher kommt die Unterscheidung?

Fisch steht nicht nur traditionell bei vielen Freitags auf dem Speiseplan sondern ist bei einigen generell bewusst gewählte und erlaubte Fleischalternative ihres sonst vegetarischen Ernährungsstils. So gilt Fleisch nicht als Fisch und umgekehrt, aber woher kommt die Unterscheidung?

Freitags gibt es Fisch auf den Teller – eine lange Tradition der Christen

Die Christen verzichten am Karfreitag auf den Verzehr von Fleisch, als Zeichen führ ihr Gedenken an den Tod und die Kreuzigung von Jesus. Die katholische Kirche hat daraufhin den Verzehr von Fisch an Karfreitag gestattet. Doch diese Tradition hat sich bei den Christen auch auf die anderen Freitage im Jahr ausgeweitet. In vielen Restaurants, Mensen und Kantinen gibt es daher Freitags Fisch.

Fleisch, Fisch und Co.: Diese Gruppen lassen sich einteilen

Rein biologisch betrachtet besteht Fisch aus Fleisch. Beim Muskelgewebe gibt also keinen grundlegenden Unterschiede, die Fisch nicht als Fleisch kennzeichnen würde.
Ernährungswissenschaftlich kann man zwischen Fleisch, Fisch und Geflügel differenzieren. Also geht es hier um Fleisch von Lebewesen auf dem Land, dem Meer und der Luft, die ernährungswissenschaftlich betrachtet, durchaus unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.
So kann man auch noch zwischen Fisch und Meeresfrüchten unterscheiden, wobei es sich in jedem Fall um tierische Lebewesen handelt.

Fisch statt Fleisch: Eine Frage der persönlichen Sichtweise und des Geschmacks

Die Behauptung, Fisch sei kein Fleisch, stimmt so also nicht. Bei Pescetariern darf Fisch auf den Teller, ansonsten unterscheidet sich ihre Essgewohnheit im Grunde nicht von den Vegetariern. Natürlich gilt Fisch immer noch hinsichtlich vieler Aspekte als gesund, zum Beispiel aufgrund des hohen Gehalts an ungesättigten Fettsäuren wie Omega-3.
Auch verbindet man mit Fisch nicht die viel kritisierte Massentierhaltung und hat vielleicht eher das Gefühl, etwas moralisch und ethisch vertretbares zu essen.

Wie sind eigentlich Eier einzuordnen?

Beliebtes Streitthema wenn es um die Ernährung geht sind Eier. Weil Eier unbefruchtet sind und im Vergleich zu Tieren nicht lebendig waren, sind sie dennoch bei vielen Vegetariern erlaubt. Andere lehnen das wiederum strikt ab mit dem Argument, dass bei der Herstellung teilweise Tiere zu Tode kommen oder leiden müssen. Auch hier muss man natürlich differenzieren welche Haltung, Qualitätsstufe usw.

Ist Fisch gesünder als Fleisch?

Viele Menschen essen kein Fleisch aus ernährungsbewussten Motiven heraus. Denn Fisch liefert in der Regel hochwertiges Protein, sehr gesunde und notwendige Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D und Jod, um nur ein paar zu nennen. So kann man hinsichtlich dieser Aspekte durchaus sagen, dass Fisch gesünder ist als Fleisch.
Dennoch sollte stets auf die Herkunft und die Qualität geachtet werden. Dafür gibt es MSC und ASC Siegel für nachhaltige Fischerei und Fischzucht und zusätzlich noch in Bio-Qualität.

Die Grenzen zieht jeder individuell

Rein konsequent betrachtet, sind auch viele Käsesorten nicht rein vegetarisch, da sie tierisches Lab enthalten. Der beliebte Käse Parmesan enthält das zum Beispiel. Dieses tierische Lab wird aus der Magenschleimhaut junger Kälber gewonnen. Also auch für scheinbar vegetarische Lebensmittel müssen Tiere sterben, argumentiert der Veganer. Aus diesem Grund muss jeder für sich entscheiden, wie sein Ernährungsplan aussehen soll und welche ethischen Aspekte dabei berücksichtigt werden.

Hat dir der Beitrag gefallen?