Skip to content
Home » Küchenlexikon » Verbraucherschutz bei Lebensmitteln einfach erklärt

Verbraucherschutz bei Lebensmitteln einfach erklärt

Verbraucherschutz bei Lebensmitteln

Qualitätskontrollen stellen bei der Herstellung verschiedenster Produkte eine große Rolle. Damit ein Produkt verkehrsfähig bleibt, unterliegt der Betrieb dabei gesetzlichen Auflagen. Im Fokus steht dabei der Erhalt der menschlichen Gesundheit. Doch es gibt noch andere Zwecke, weswegen die Dokumentation so wichtig ist. Doch was steckt noch dahinter? Wie läuft das Ganze ab und was passiert, wenn es zu einem Fehler kommt?

Qualitätskontrollen stellen bei der Herstellung verschiedenster Produkte eine große Rolle. Damit ein Produkt verkehrsfähig bleibt, unterliegt der Betrieb dabei gesetzlichen Auflagen. Im Fokus steht dabei der Erhalt der menschlichen Gesundheit. Doch es gibt noch andere Zwecke, weswegen die Dokumentation so wichtig ist. Doch was steckt noch dahinter? Wie läuft das Ganze ab und was passiert, wenn es zu einem Fehler kommt?

Mehr zur Organisation

Sämtliche Hersteller von Nahrungsmitteln sind gesetzlich verpflichtet, einen festgelegten Standard in Bezug auf die Qualität einzuhalten. Die Einzelheiten hierzu findet man im Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB). Um den Standard zu befolgen und die hergestellten Produkte auch weiterhin in den Verkehr bringen zu dürfen, findet daher in jedem Betrieb eine allgemeine Qualitätskontrolle statt. Das bedeutet:

  • das Produkt wird im Rahmen der verschiedenen Herstellungsschritte probeweise auf seine Qualität und Ausführung hin überprüft
  • sofern vorhanden, lässt sich ein potenzielles Risiko sofort erkennen und beseitigen
  • der Hersteller hat somit die Möglichkeit, die schadhafte Ware aus dem Verkehr zu ziehen, damit sie gar nicht erst in den Versand und somit in den Verkauf gelangt
  • sie stellt am Ende keinerlei Gefahr mehr dar

Die Kontrollen sind jedoch nicht immer fehlerlos. In seltenen Fällen decken die ausgebildeten Kontrolleure den Fehler erst zu spät auf. Da die meisten Hersteller auch nachträglich noch verschiedene Überprüfungen anstellen, kommen sie erst dann ans Licht. In diesem Fall besteht eine grundsätzliche Meldepflicht, die dann an die Verbraucher weitergegeben wird.

In welchen Fällen bekommt man als Verbraucher eine Lebensmittel-Warnung?

Wie oben beschrieben, betreibt der Hersteller zunächst viel Aufwand, um einer Lebensmittel-Warnung zu entgehen. Dazu gehört nicht nur die betriebseigene Qualitätssicherung, sondern auch die parallel laufende Überprüfung der Produkte. Diese beinhaltet die folgenden Vorgänge:

  • Rohstoffe werden überprüft
  • parallel zum Herstellungsprozess werden Proben genommen
  • die nachträgliche Kontrolle von aufbewahrten Produkten erfolgt

Wird trotz aller vorherigen Prüfungen ein Fehler festgestellt, wird als Nächstes jeder verständigt, der an der Lieferkette beteiligt wird. Auf diesem Weg lassen sich manche Prozesse noch stoppen, damit das Produkt gar nicht erst in den Verkauf gelangt. Die betroffene Ware wird dann grundsätzlich aus dem Verkehr gezogen und anschließend vernichtet.

Ist es jedoch bereits zu spät und die Ware ist in den Handel gelangt oder wurde sogar schon an den Endverbraucher verkauft, ist der Zeitpunkt gekommen, um eine sogenannte Lebensmittel-Warnung zu verfassen und zu veröffentlichen. Dank dieser Meldung werden alle Verbraucher darüber informiert, die eines der schadhaften Produkte gekauft haben. Ferner ist der Hersteller dazu verpflichtet, den Vorfall an die Kontrollbehörde zu melden.

Warum gibt es den Verbraucherschutz trotz Produkthaftung?

Wie bereits erwähnt, gibt es innerhalb Deutschlands strenge gesetzliche Grundlagen, die den Endverbraucher vor einem Schaden schützen sollen. Dabei steht grundsätzlich seine Gesundheit im Vordergrund. Aufgrund dieser muss die Unbedenklichkeit eines Produkts stets sichergestellt sein. Dies gilt allerdings nicht nur für Produkte, die im Lebensmittelbereich hergestellt werden, sondern auch für viele andere.

Die Qualitätskontrollen und die Sicherstellung, dass die Produkte keinerlei Fehler aufweisen, hat jedoch auch den Zweck, das Vertrauensverhältnis zwischen Konsument und Hersteller zu erhalten. Daneben bleibt gewährleistet, dass selbst bei landesübergreifendem Vertrieb eines Produkts ein potenzieller Schaden kategorisch verhindert wird. Denn dieser wäre bei mangelnder Kontrolle unüberschaubar. Weitere Informationen finden Sie dazu im Ratgeber https://www.anwalt.org/verbraucherschutz-lebensmittel/.

Warum dieser große Aufwand betrieben wird

Qualitätskontrollen sind sehr kostspielig. Generell ist der gesamte Prozess für den Hersteller ausschließlich ein Verlustgeschäft. Zudem besteht das Risiko, dass trotz des Aufwands Verbraucher bereits zu Schaden gekommen sind, sofern das Produkt in den Verkauf gelangt ist. Warum also betreiben Hersteller einen solchen Aufwand?

Für den Hersteller ist die genaue Qualitätskontrolle sowie der Rückruf seiner Waren eine Maßnahme zur Prävention, die ihn im Schadensfall schützt. Denn falls mehrere Menschen aufgrund seiner Produkte zu Schaden kommen, zieht dies häufig große Schadenersatzansprüche nach sich. Um sich davor zu schützen, schließen die meisten Betriebe zwar eine sogenannte Produkthaftpflichtversicherung ab. Doch immer wieder kommt es seitens Verbrauchern zur Täuschung.

Damit die Versicherung trotzdem greift, kommen die Dokumentationen der Qualitätskontrollen zum Einsatz. Denn in dieser sind sämtliche Schritte sowie die Vorgänge der Überprüfungen aufgezeichnet.

Heißt: Die Kontrolle ist für den Hersteller ein Sicherungsmechanismus, mit dem er im Ernstfall belegen kann, dass seine Produkte sämtlichen Sicherheitsvorschriften entsprechen.

Hat dir der Beitrag gefallen?