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Ramadan: Ab wann darf man nicht mehr essen? – Aufklärung

Ramadan: Ab wann darf man nicht mehr essen

Im islamischen Glauben hat der Ramadan einen besonderen Stellenwert. Er ist für viele Muslime selbstverständlich.

Im islamischen Glauben hat der Ramadan einen besonderen Stellenwert. Er ist für viele Muslime selbstverständlich.

Ramadan – Was ist das?

Ramadan steht als Erinnerung für die Zeit, als Gabriel Mohammed den Koran aufgezeigte. Gläubige hatten in der Zeit die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Glauben zu beschäftigen. Zu den sogenannten fünf Säulen des Islam gehört das Fasten. Diese fünf Säulen sind: Das Gebet, das Fasten, das öffentliche Glaubensbekenntnis, die Pilgerfahrt nach Mekka und die soziale Pflichtabgabe.

Laut der islamischen Tradition war der Prophet Mohammed der erste, welcher im Ramadan fastete. Er war den Muslimen demzufolge ein Vorbild. Die Verbundenheit des Gläubigers mit seinem Schöpfer symbolisiert das Fasten.
Während des Fastens sollen Seele und Körper gereinigt werden. Besonders wichtig in dieser Zeit ist auch die Solidarität mit den Armen und Schwachen.

Wann genau ist Ramadan?

Im Islam ist der Ramadan ein Fastenmonat und dauert 29 oder 30 Tage. Jedes Jahr fällt er in eine andere Zeit. Im Jahr 2022 beispielsweise auf den 2. April und dauert dann an bis zum 2. Mai 2022. Das Fest des Fastenbrechens oder auch Zuckerfest genannt, findet dann vom 03. Mai bis 05. Mai 2022 statt.

Regeln im Ramadan

Der Ramadan schreibt feste Regeln vor. So ist das Essen und Trinken vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht gestattet. Muslime sollen im Ramadan fasten, für wohltätige Zwecke spenden und mehr beten. Von der Fastenzeit befreit sind stillende und menstruierende Frauen, Altersschwache, Reisende, Kranke und Kinder. Menschen mit einer Anstrengenden Arbeit müssen ebenfalls im Ramadan nicht fasten. Auch das Rauchen tagsüber ist nicht gestattet. Sex ebenfalls nicht.

Grund des Fastens

Um Allahs Willen soll jedes Jahr das Fasten geschehen. Es bedeutet, dass Muslima und Muslime von Beginn der morgendlichen Dämmerung bis zum Untergang der Sonne keine Nahrung zu sich nehmen dürfen. Fasten soll bewirken, dass sich auf das Wesentliche konzentriert wird. Der Fastenmonat hat noch einen anderen Aspekt – der am eigenen Körper empfundene Mangel soll dazu bewegen, anderen zu helfen und verständnisvoll zu sein für die hungernden und armen Menschen.

Das Gebet

Um etwa 5.00 Uhr wird das tägliche Fasten vor dem Gebet (Fajir-Gebet) begonnen und endet etwa gegen 21 Uhr mit dem Abendgebet und dem Iftar. Die ganze Familie versammelt sich bei dem festlichen Abendessen, um das Fasten nach Sonnenuntergang gemeinsam zu brechen. Datteln mit Milch oder Wasser werden traditionell als erste Speise gereicht.

Gesundheit und Fasten – Passt das zusammen?

Nicht nur in religiöser Hinsicht hat das Fasten bei manchen Menschen einen festen Platz, es ist mittlerweile ein Ernährungstrend. Er wird als Intervall- oder Heilfasten zelebriert. Jedoch steht das Fasten oft in der Kritik. Grund dafür ist vorrangig der Verzicht auf Flüssigkeit. Besonders an heißen Tagen kann dies zu Kreislaufproblemen kommen, zu Konzentrationsproblemen oder Kopfschmerzen. Ernährungswissenschaftler empfehlen deshalb vor Tagesanbruch viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Kranke Menschen sollten mit einem Arzt das Fasten absprechen.

Andere Religionen und das Fasten

Nicht nur im Islam ist das Fasten verwurzelt und das seit tausenden von Jahren. Als Vorbereitung auf Ostern begehen das Fasten die Christen. Ostern ist das Fest der Auferstehung Jesu und das christliche Fasten dauert von Aschermittwoch bis zu Ostern. Es ist ein Zeichen von Reinigung, Trauer und Buße.

Die Juden haben mehrere Fastentage und der strengste von Ihnen ist der Versöhnungstag – Jom Kippur. Die Gläubigen dürfen hier eine ganze Nach und den darauffolgenden Tag nichts trinken und essen. Auf materielle Dinge wird ebenfalls verzichtet.

Anders als im Islam, Juden- und Christentum kennt der Buddhismus keine Fastenzeit die festgelegt ist. Der Verzicht spielt allerdings hier auch eine große Rolle. Er dient zur inneren Einkehr vorranging. Keine einheitlichen Fastenzeiten kennt der Hinduismus ebenfalls nicht. Manche Hindus fasten zum Ehrentag Shivas, andere zum Geburtstag von Krishnas, oder Mahatma Gandhis. Sie wollen damit ihr persönliches Statement setzen. Eine ritualisierte Extremform ist das Prayopavesa. Es nimmt Selbstmord durch fasten in Kauf. Dies ist jedoch nur den Menschen vorbehalten, die im Leben keine Verpflichtungen haben.

Das Zuckerfest

Das Ende des Ramadans ist das Zuckerfest. Es ist für Muslime der wichtigste Feiertag nach dem Opferfest. Mit dem Fest des Fastenbrechens wird die Freude darüber ausgedrückt, dass sie die Entbehrungen im Ramadan gemeistert haben. Sie bitten Allah, ihre Mühen und Gebete anzuerkennen.

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