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Prosecco & Sekt – was ist der Unterschied?

Prosecco & Sekt - was ist der Unterschied

Einige werden sich bereits die Frage gestellt haben, worin der eigentliche Unterschied zwischen Prosecco und Sekt besteht. Obwohl man anfangs annehmen könnte, es gäbe keinen, ist dies keineswegs der Fall. Zwischen den beiden Weinen mit Kohlensäure gibt es durchaus Abweichungen. Aus diesem Grund soll im Folgenden auf den Unterschied von Sekt und Prosecco eingegangen werden.

Einige werden sich bereits die Frage gestellt haben, worin der eigentliche Unterschied zwischen Prosecco und Sekt besteht. Obwohl man anfangs annehmen könnte, es gäbe keinen, ist dies keineswegs der Fall. Zwischen den beiden Weinen mit Kohlensäure gibt es durchaus Abweichungen. Aus diesem Grund soll im Folgenden auf den Unterschied von Sekt und Prosecco eingegangen werden.

Unübersichtlicher Markt

Da die angebotenen Schaum- und Perlweine extrem vielfältig sind, die Herkunft der Trauben als auch die damit verbundenen Begrifflichkeiten überaus komplex erscheinen mögen, erschließt sich nur wenigen Personen anhand des Etiketts, um welchen Wein es sich in ihrer Hand handelt.

Der Secco

Angefangen wird stets mit dem Secco, dem Perlwein, der unter Berücksichtigung der Vorgaben als einfachster Wein gilt. Seine Einfachheit ist darin begründet, dass sein Grundwein jeder beliebigen Herkunft entnommen werden kann. Die Kohlensäure des Secco wird entweder vom Gärungsprozess beibehalten sowie konserviert oder mithilfe von äußerem Druck dem Wein zugeführt. Infolge des geringen Kohlensäuregehalts kommt es im Flascheninneren nur zu einem geringen Druck, sodass keine Sektsteuer anfällt. Der Secco ist für jeden Konsumenten anhand der dünnen Flaschenform erkennbar. Schaumweine besitzen im Vergleich zum Perlwein dicke Flasche.

Schaumweine

Einfache Schaumweine stammen aus Südeuropa und werden dank großer Lkws über größere Distanzen nach Deutschland transportiert. Im Anschluss werden die Schaumweine mit Kohlensäure angereichert. Aus diesem Grund kann der in Massen produzierte Sekt, welcher im preissensiblen Lebensmitteleinzelhandel verkauft wird, keinesfalls mit einem handwerklich aufwändig hergestellten Wein verglichen werden. Der Herstellungsprozess verläuft deutschlandweit industriell, sodass ein immergleicher Schaumwein entsteht, mit demselben Geschmack.

Der Qualitätsschaumwein – „Deutscher Sekt“

Über dem einfachen Schaumwein befindet sich der Qualitätsschaumwein, welcher am Rückenetikett mit der Bezeichnung „Deutscher Sekt“ auffällt. Die Trauben stammen aus Deutschland von unterschiedlichen Anbaugebieten und werden hierzulande verarbeitet. Infolgedessen ist der Grundwein der QbA-Qualität einzuordnen. Die für den Qualitätsschaumwein bekannte perlende Kohlensäure, wird dem Wein im Nachhinein beigefügt. Im Anschluss wird die Hefe herausgefiltert und der Wein kann unter Gegendruck in Flaschen gefüllt werden.

Sucht man im Rahmen des Qualitätsschaumweins eine gehobene Stufe, sollte man auf die Anbaugebiete achten. Dabei spielen vor allem die Trauben für den Grundwein eine entscheidende Rolle, ihr Herkunftsgebiet wird am Etikett angegeben. Des Weiteren ist bei gehobenen Qualitätsschaumweinen zu beachten, dass die Kohlensäure in der Flaschengärung entsteht und somit auf natürliche Weise abläuft. Zumeist reift ein Qualitätsschaumwein bis zu neun Monate, sodass sich feine Sektaromen entwickeln und einfache Qualitätsstufen vorgenommen werden können.

Der Winzersekt

Der Winzersekt spiegelt eine hochwertige Qualitätskategorie wider, indem der Winzer ausschließlich auf eigens angebaute Trauben für den Grundwein zurückgreift. Wie bei französischen Winzern erfolgt die zweite Gärung bei Premium-Schaumweinen der Tradition gemäß in einer dickwandigen Flasche. Ist die Gärung abgeschlossen, wird dem Wein eine Mischung aus Hefe, Zucker und Wein zugegeben, sodass er seinen letzten Geschmackstypus erreicht.

Die deutschen Qualitätssekte werden für einen Zeitraum von mindestens neun Monaten gelagert, bis sie verkauft werden. Geschmacklich stehen handwerklich gemachte Winzersekte auf einer Stufe mit Champagner.

Unterschied zwischen Prosecco und Sekt

Wie bereits beim Secco lässt sich der Prosecco in ein vielfältiges Spektrum unterschiedlicher Qualitäten kategorisieren. Angefangen mit Schaumwein „Spumante“, Perlwein „Frizzante“ sowie Stillweine. Bis Ende 2009 war unter Prosecco ausschließlich eine weiße Rebsorte zu verstehen. Aus dieser wurden Perl- und Schaumweine hergestellt. Mitte 2009 setzte man in Italien jedoch ein Dekret auf, sodass diese als Prosecco bezeichnete Rebsorte als Glera unbenannt wurde. Prosecco stand ab diesem Zeitpunkt für die Herkunftsbezeichnung einer klar definierten Region in Norditalien (Venetien).

Demnach besteht kein Zusammenhang zwischen dem italienischen Wort „secco“ (dt. trocken) und dem Wein. Bereits zur Zeit der Römer wurde der Prosecco-Wein hochgeschätzt und als „Vinum Pucinum“ betitelt. Aufgrund der Tatsache, dass die Rebsorte den Namen Prosecco trug, war es jedem Hersteller in jedem Land möglich diese anzubauen und unter diesem Namen zu verkaufen. Mittlerweile besitzen die Prosecco-Weine eine sogenannte DOC-Appelation. Die Weine der Subzonen im Anbaugebiet besitzen hingegen die höhere DOCG-Appelation.

Die EU-Verordnung von 2009 führte dazu, dass die Auflagen der Produktion des Prosecco-Weines strenger vonstattenging, sodass auch die Qualität seit dieser Zeit deutlich gestiegen ist. Vor allem die regionalen Anbieter dieses Gebietes profitieren von dieser Gesetzesnovelle. Dennoch gibt es mittlerweile Prosecco sowohl als Stillwein, Perlwein und Schaumwein. Als Schaumwein darf ausschließlich Prosecco Spumante als Sekt beschrieben werden, da die Kohlensäure noch während der Gärung sich entwickelt hat. Im Unterschied zu Winzersekten und Champagner wird Prosecco nämlich mit der Tankgärung produziert.

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