Skip to content
Home » Küchentipps » Kümmel & Kreuzkümmel – was ist der Unterschied?

Kümmel & Kreuzkümmel – was ist der Unterschied?

Kümmel & Kreuzkümmel - was ist der Unterschied

Sowohl Kümmel als auch Kreuzkümmel feiern seit etlichen Jahrhunderten ihren Siegezug in den Küchen weltweit. Dabei besitzen beide Gattungen aus der Familie der Doldenblütler kleine aber feine Unterschiede, die ihren Einsatzort verändern. Kurzlebig als Pflanze wirft sie ihre Spaltfrüchte ab, die getrocknet und gemahlen das unverwechselbare Aroma hervorrufen. Eingesetzt wird Kümmel in Suppen, Eintöpfen, Fleisch- und Geflügelgerichten, Salaten, Aufstrichen, im Käse oder sogar in süßem und salzigen Gebäck. Die Verwendungsformen sind vielfältig. Kümmel wirkt gesund und regt die Magen-Darm-Schleimhaut an. Außerdem soll es antimikrobielle und auswurffördende Eigenschaften besitzen. Zwar handelt es sich sowohl bei Kümmer als auch Kreuzkümmel um Pflanzen aus der Familie der Doldenblütler, sie unterscheiden sich jedoch im Aufbau und im Geschmack.

Andere Blütenformen und der Aufbau der Pflanze liefern erste Unterschiede zwischen Kümmel und Kreuzkümmel

Obwohl auf den ersten Blick beide Pflanzen ähnlich wirken, unterscheiden sich Kreuzkümmel und Kümmel stark voneinander. Klassischer Kümmel findet sich oftmals in der Bäckerei wieder. Er ist weniger intensiv im Geschmack als Kreuzkümmel. Im Aufbau der Pflanze wird deutlich, dass Carum, wie Kümmel auch genannt wird, eher wie Dill wächst und später fächerartige, weiße Blüten bildet. Neben Carum, dem Kümmel, existiert auch noch Carum Cavi, der sogenannte Echte-Kümmel, der sich aber vom herkömmlichen Carum nur unwesentlich abspaltet. Cuminum cyminum, hierzulande auch Kreuzkümmel genannt, besitzt einen anderen Wuchs. Krautartig und verzweigt wächst die Pflanze mit rötlichen bis rosafarbenen Blüten empor.

Die wissenschaftliche Bezeichnung zeigt klar auf, dass eine Trennung zwischen Kümmel und Kreuzkümmel stattfindet

International bezeichnen Gastronomen den Kreuzkümmel auch als Cumin, was eine klarere Unterscheidung zum klassischen Kümmel erlaubt. Was auf den ersten Blick auffällt ist die Größe der Kümmelsamen, denn sie sehen zwar ähnlich aus wie Kreuzkümmelsamen, sind jedoch deutlich kleiner. Auch besitzen sie eine etwas dunklere Färbung als dies bei Kreuzkümmelsamen der Fall wäre. Neben Kreuzkümmel existieren noch die Kümmelsorten echter Schwarzkümmel sowie Königskümmel.

Die aromatischen Unterschiede zwischen Kreuzkümmel und Kümmel im direkten Vergleich

Kreuzkümmel kennen viele sicherlich als Gewürz, dass insbesondere in der indischen Küche nicht fehlen darf, denn was wäre ein Chicken Masala ohne den besonders intensiven Geschmack. Aber auch generell im orientalischen Raum und in der thailändischen Küche findet sich der Einsatz von Kreuzkümmel wieder. Hierzulande lässt es sich einfach als Pulver kaufen und gilt als exzellente Zugabe für viele Speisen, die erst durch den Einsatz von Kreuzkümmel ihre Charakteristik aufweisen. Der klassische Kümmel-Samen findet in Deutschland hingegen Anwendung bei Backwaren. Kümmel gilt im europäischen Raum eher als Beiwerk zu Kombinationen mit Anis, wie Anis-Kümmel Brote oder spanisches Anis Gebäck.

Zudem findet es Anwendung in deftigen Gerichten, wie Braten oder Eintöpfen, gilt jedoch als weniger intensiv als Kreuzkümmel. Grund hierfür ist das im Kreuzkümmel enthaltende Cuminaldehyd. Es sondert verstärkt ätherische Öle ab. Anders als Kümmel gesellt sich Kreuzkümmel in seiner Würzfolge passend zu Koriander. Er ist über dem asiatischen und orientalischen Raum auch als Begleiter in der mexikanischen Küche zu finden. Das alte Gewürz war sogar schon in Ägypten bekannt. Hier galt es nicht nur als Würzmischung zur Hervorhebung des Geschmacks, sondern auch als Heilmittel. Wer Kümmel kaufen will, sollte im Handel auf die genaue Bezeichnung achten. Kümmel-Samen sind oft im Streuer und meist als ganze Samen erhältlich. Kreuzkümmel besitzt eine beige Farbgebung und ist eher als Pulver vorzufinden.