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Kaktusfrucht essen – Anleitung & Tipps

  • by Anatoli Bauer
Kaktusfrucht essen - Anleitung & Tipps

Außen stachelig, innen ziemlich saftig. Die Kaktusfrucht ist immer eine willkommene Abwechslung auf dem Obstteller. Aber nicht nur dort! Denn sie kann auch als Konfitüre genossen werden und als Chutney kann die Kaktusfrucht ungeahnte neue Noten in Wild- und auch Geflügelspeisen hervorbringen. Aber zuerst: Wie wird eine Kaktusfrucht überhaupt richtig zubereitet? Und worauf sollte noch geachtet werden?

Kaktusfrüchte – lecker und gesund

Bis zu vier Meter groß: Die leckeren Kaktusfrüchte wachsen am liebsten dort, wo ganzjährig milde Temperaturen herrschen. Die kleinen etwa eigroßen Früchte sehen dabei äußerst lebensfroh aus, zudem sind die Inhaltsstoffe sehr gesund. So finden sich in den leckeren Früchtchen unter anderem Vitamin C, Vitamin B12, Vitamin A und Vitamin D sowie Natrium, Magnesium und Calcium, Zink und Eisen. Ein rundherum gesundes Geschmackserlebnis!

Kaktusfrüchte – Kauf und Lagerung

So gesund die Kaktusfrüchte auch sind, beim Kauf ist darauf zu achten, dass sie möglichst weich, aber nicht matschig sind. Im Gegensatz zu Bananen, reifen Kaktusfrüchte nicht mehr nach – sie sind entweder reif oder nicht zum Verzehr geeignet. Die Schale darf keine Risse oder sonstige Verletzungen aufweisen. Lagern lassen sich die Früchte schlecht: innerhalb von zwei Tagen sollten sie verzehrt oder verarbeitet werden.

Allgemein schmecken Kaktusfrüchte süß-säuerlich, ein wenig nach Feige und auch nach Melone. Rote, grüne aber auch gelbe Kaktusfrüchte schmecken leicht unterschiedlich. Hier darf ausprobiert werden, welche persönlich am besten schmeckt. Saftig sind sie (wenn sie reif sind) alle. Und: Kaktusfrüchte werden auch Kaktusfeigen genannt – Ein Name mit Programm.

Kaktusfrüchte – Essen und Zubereiten

Vollgestopft mit massig vielen Vitaminen und Mineralien, sind diese leckeren Delikatessen eine nicht zu unterschätzende Abwechslung auf dem Obststeller. Kaktusfrüchte, die in den Handel kommen, sind in der Regel schon stachelfrei – das bedeutet, der Großteil der Stacheln bereits entfernt wurden. Manchmal können aber noch welche vorhanden sein – ein einfaches Küchentuch aus Papier kann helfen, die Haut vor den Stacheln zu schützen. Handschuhe funktionieren natürlich ebenso.

Einfach gesnackt werden kann das Früchtchen, indem es in zwei Hälften geschnitten und gelöffelt wird. Ähnlich wie eine Kiwi. Möchte man regelmäßige Stückchen haben, kann die Frucht auch geschält werden und das Fruchtfleisch wird dann einfach gewürfelt. Andersherum können auch die zerschnittenen Hälften in den Schalen gewürfelt und dann mit einem Löffel herausgetrennt werden. Die vorhanden Samen können im übrigen bedenkenlos mitgegessen werden.

Tipp: Statt mit einem Papiertuch dem stacheligen Obst auf den Laib zu rücken, kann auch eine Gabel genutzt werden, um Haut und Schale auf Abstand halten zu können.

Verwendung der Kaktusfrucht

Früchte auf Abwegen? Niemals. Im Joghurt schmecken sie ausgezeichnet und liefern einen wertvollen Beitrag zu einer gesunden Ernährung. Als Gelee oder Marmelade verarbeitet wird die tropische Süße direkt auf das Brötchen oder Brot transportiert. Mit Honig in einem Blätterteig können die Kaktusfrüchte als köstlicher Nachtisch angeboten werden. Selbst der Saft lässt sich für erfrischende Getränke, Smoothies und auch Cocktails verwenden.

Tee aus Kaktusfrüchten? Ja. Denn ebenso wie Kaktusfrüchte-Chips kann die Frucht auch in getrocknetem Zustand verwendet werden. Selbst die Blüten des Kaktus finden in feinem Tee ihre Verwendung. Und aus dem Öl der Kerne wird delikates Kaktusfeigenöl gewonnen. Eine Frucht mit vielen Verwendungsmöglichkeiten.

Kaktusfrüchte zu Hause

Wer einen Wintergarten oder viel Platz hat, der kann seinen eigenen Kaktus auch ganz einfach zu Hause selbst ziehen. Die Kaktusfrüchte stecken voller Samen, die problemlos kultiviert werden können. Und das geht so:

Zunächst werden die Samen gut gewaschen und dann auf Küchenpapier gelegt, um sie zu trocknen. Sind sie sauber getrocknet, werden sie einige Tage in Wasser eingelegt – sie müssen nun wieder aufquellen. Jetzt können die aufgequollenen Samen einfach in ein mit Kakteenerde gefülltes Behältnis gelegt werden. Nicht bedecken, denn sie sind Lichtkeimer. Und jetzt: Geduld zu bewahren. Die Keimzeit beträgt Tage bis Wochen. An einem warmen Ort, etwa 20 – 25 Grad, bleiben die Samen bis zu ihrer Keimung auf ihrer Erde. Alles, was sie jetzt noch benötigen, ist hin und wieder etwas Wasser. Aus der Sprühflasche zum Beispiel.

Fazit

Eine Frucht mit leckeren und reichhaltigen Eigenschaften. Sowohl frisch als auch zu verschiedenen Gerichten und Getränken verarbeitet, ist die Kaktusfrucht eine außerordentliche Delikatesse, die sogar im Wintergarten geerntet werden kann. Die einzige Hürde: sie igeln sich aufgrund ihrer Stacheln ein. Mit ein paar Tricks kann eine Kaktusfrucht allerdings gezähmt werden und schmeckt dann vielleicht noch besser.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am: 19. Dezember 2021 von Anatoli Bauer

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