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Germ & Hefe – was ist der Unterschied?

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Germ & Hefe - was ist der Unterschied

Germ und Hefe sind zwei verschiedene Begriffe für dasselbe Produkt.

Wobei der Begriff Hefe in Deutschland gebräuchlicher ist und dem Wort Germ begegnet man eher in Österreich.

Germ oder Hefe sind einzellige Pilze, die eine Gärung bewirken. Man unterscheidet jedoch zwischen Bäckerei-, Bier- und Weinhefe.

Das Wichtigste zusammengefasst 

  • Terminologie: „Germ“ und „Hefe“ sind unterschiedliche Begriffe für dasselbe Produkt, wobei „Hefe“ in Deutschland üblicher ist und „Germ“ eher in Österreich verwendet wird.
  • Allgemeines: Sowohl Germ als auch Hefe sind einzellige Pilze, die Gärung bewirken, mit Unterscheidungen zwischen Bäckerei-, Bier- und Weinhefe.
  • Backhefe: Verfügbar in gepressten Würfeln oder als getrocknetes Pulver, essentiell für die Teiggärung, indem sie in Verbindung mit Zucker Kohlendioxid bildet.
  • Bierhefe: Spezialisierte Hefen für Bierbrauerei, unterschieden in obergärige und untergärige Hefen je nach Biersorte.
  • Weinhefe: Speziell für die Weinherstellung genutzte Hefen, die je nach Traubensorte und gewünschtem Geschmack ausgewählt werden.
  • Gesundheitliche Vorteile: Hefe ist reich an Vitamin B, Niacin, Kalium, Magnesium, Natrium, Eisen und Zink, unterstützt Blutbildung, stärkt Abwehrkräfte und fördert gesunde Haut, Haare und Nägel. Allerdings ist aufgeschlossene Hefe zu bevorzugen, da reine Hefe wegen ihrer starken Zellwand vom Körper nicht aufgenommen werden kann.

Backhefe

Backhefe oder Bäckerhefe gibt es in gepressten Würfeln oder getrocknet in Pulverform in jedem Supermarkt. In Kombination mit Zucker bildet sich Kohlendioxid und so geht der Teig auf und wird schön luftig und locker.

Bierhefe

Beim Bierbrauen werden spezielle Bierhefen verwendet. Hier gibt es noch mal Unterschiede zwischen obergäriger und untergäriger Hefe. Obergärige Hefe wird zum Beispiel für Weiß- oder Weizenbier und Dunkelbier verwendet. Untergärige Hefe hingegen wird für Pils oder Export verwendet. Die Hefe, die für die Bierherstellung verwendet wird, wird meist auf Gerstenmalz oder Hopfen gezüchtet.

Weinhefe

Bei der Weinherstellung wird je nach Geschmack und Traubensorte, spezielle Weinhefe verwendet. Auf Molke gezüchtete Milchhefe schmeckt leicht süßlich bis neutral, während Hefe die auf Melasse gezüchtet und die auf Gerstenmalz und Hopfen gezüchtete Hefe eher mild bis herb würzig schmecken soll.

Germ oder Hefe

Germ oder Hefe

Hefe als Wundermittel?

Auch im Gesundheitsbereich entpuppt sich die Hefe als kleines Wunder. Denn Hefe oder Germ enthält sehr viel

  • Vitamin B1, B2. und B6
  • so wie Niacin,
  • Kalium,
  • Magnesium
  • und Natrium.

Kalium ist gut für starke Knochen und Zähne, Magnesium hilft gut gegen Muskelkrämpfe und beugt diesen vor. Außerdem enthält Germ oder Hefe auch reichlich Eisen, welches die Blutbildung unterstützt und Zink, was die Abwehrkräfte stärkt.
Folsäure, Pantothensäure und Biton, welche ebenfalls in Hefe zu finden sind, sind gut und wichtig für eine gesunde Haut, Haare und Nägel.

Allerdings nützt es wenig, wenn man Hefe pur essen würde. Denn Hefe besitzt eine sehr starke Zellwand, die der Körper nicht aufbrechen kann. Wer mit Hefe seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, sollte auf Produkte zurück greifen, die aufgeschlossene Hefe enthalten. Denn hier sind die Zellwände schon geknackt und der Körper kann alle wichtigen Inhaltsstoffe der Hefe aufnehmen.

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