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Darf man Zuckerschoten roh essen? – Aufklärung

Darf man Zuckerschoten roh essen

Die Zuckerschote hat mittlerweile diverse Namen unter denen sie bekannt ist und geliebt wird. Dieses vielseitige Gemüse gehört zur Ordnung der Schmetterlingsblütler und ist eine Erbsenart, somit eine Hülsenfrucht. Man kennt sie als Kefe, Knackerbse oder auch Mange-tout. Mange-tout bedeutet übersetzt „iss alles“.

Die Zuckerschote hat mittlerweile diverse Namen unter denen sie bekannt ist und geliebt wird. Dieses vielseitige Gemüse gehört zur Ordnung der Schmetterlingsblütler und ist eine Erbsenart, somit eine Hülsenfrucht. Man kennt sie als Kefe, Knackerbse oder auch Mange-tout. Mange-tout bedeutet übersetzt „iss alles“.

Angebaut wird die Zuckerschote vor allem in Europa, Indien, Nordamerika und einigen Teilen Afrikas. Bei uns haben sie in den Sommermonaten Saison und können dann direkt vom Strauch geerntet werden. Es handelt sich hierbei um flache, dünne Schoten, in denen die kleinen Erbsensamen heranwachsen. Da sie bereits jung gepflückt werden, sind ihre Früchte im Inneren noch sehr klein. Zudem sind sie weich und besitzen in diesem Stadium noch nicht die typisch faserige Außenhaut.

Da Zuckerschoten, wie beispielsweise Bohnen oder andere bekannte Hülsenfrüchte, keine harte Pergamentschicht im Inneren besitzen sind sie auch im Rohzustand genießbar. Zudem fehlt ihnen der natürliche, jedoch giftige Inhaltsstoff Phasin, der den menschlichen Körper schädigen könnte. Das macht die Zuckerschote nicht nur zu einem der beliebtesten Gemüsearten der Deutschen, sondern auch zu einem gesunden Snack, der problemlos roh verzehrt werden darf.

Viele gesunde Inhaltsstoffe – das perfekte Sommergemüse

Zuckerschoten enthalten neben reichlich Vitaminen auch hochwertiges Eiweiß, welches für eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung unabdingbar ist. Neben lebensnotwendigem Vitamin C finden sich in rohen Zuckerschoten auch eine Vielzahl an wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen, wie Magnesium, Phosphor und Kalium.
Durch ihren hohen Anteil an Ballaststoffen hat die Zuckerschote zudem auch noch eine gut sättigende Eigenschaft und positive Auswirkungen auf die Verdauung. Da sie süßlich schmeckt, eignet sie sich auch hervorragend für Kinder und wird auf dem Pausenhof ein immer beliebterer Snack.

Viele dieser wichtigen Inhaltsstoffe sind sehr hitzeempfindlich. So sollte man sogar darauf verzichten, Zuckerschoten zu kochen. Da geht nämlich nicht nur der einzigartige Geschmack verloren, sondern auch der Großteil an lebensnotwendigem Vitamin C.

Zuckerschoten enthalten keine natürlichen Giftstoffe, welche für den menschlichen Körper gefährlich sein könnten, wenn sie roh gegessen werden. Diese können die roten Blutkörperchen verklumpen lassen, was wiederum zu Problemen mit dem Sauerstofftransport im Körper führt. Zudem kann die Darmwand geschädigt werden, was Probleme mit dem Verdauungstrakt als Folge hätte. Vor allem Kinder sind von der toxischen Wirkung des Phasins betroffen, welches sogar zum Tod führen kann. Deswegen ist es von enormer Bedeutung sämtliche Arten von Gartenbohnen ausschließlich gekocht auf den Tisch zu bringen.

Roh oder doch lieber gedünstet?

Da die beliebte Zuckerschote aus weit entfernt gelegenen Ländern importiert wird und in den meisten Fällen mit Pestiziden behandelt wurde, nachdem sie sich auf den langen Weg in den heimischen Supermarkt macht, empfiehlt es sich, die Zuckerschote direkt beim Bauern nebenan zu kaufen. Es wäre auch eine Alternative sie direkt im eigenen Garten anzupflanzen und im Juni bis August zu ernten. Natürlich kann man das beliebte Gemüse auch im Supermarkt kaufen. Man sollte dann jedoch beim Rohverzehr dringend darauf achten, die Zuckerschoten vor dem Verzehr, gut zu waschen.

Die Zuckerschote kann auch für den Winter eingefroren werden, wenn man sie vorher kurz in heißem Wasser blanchiert. Das gibt ihnen zudem ein strahlend-leuchtendes Grün, was auf jedem Teller einen Hingucker darstellt.

Entfernt werden lediglich die Enden der Schoten und mit ihnen allfällige Fäden an den Seiten. Sollten die Zuckerschoten aus dem eigenen Garten stammen wird auch noch der Blütenansatz entfernt. Roh können sowohl die Hülse als auch die darin enthaltenen Erbsen problemlos auch in größeren Mengen verzehrt werden.

Rohe Zuckerschoten eignen sich hervorragend als Snack zwischendurch und können problemlos die Chips am Fernsehabend ersetzen. Sie ergänzen einen knackig-frischen Salat ideal und sind aus der asiatischen Küche gar nicht mehr wegzudenken. Ist die Suppe noch etwas langweilig? Kein Problem, wenn man sie mit den süßen Alleskönnern kombiniert. Da ihre Garzeit nur wenige Minuten beträgt, sind sie das perfekte Gemüse, wenn es mal wieder schnell gehen muss. Sie werden dann in der Pfanne, im Wok oder auch einfach mit Wasserdampf zubereitet.

Ein Gemüse ohne Schattenseiten?

Trotz ihrer Ungiftigkeit verfügen Zuckerschoten neben vielen gesunden Eigenschaften auch über eine hohe Menge an Ballaststoffen. Nicht alle Menschen vertragen diese gut. Das könnte beim Rohverzehr zu Verdauungsproblemen, wie Verstopfungen, Durchfall, Blähungen oder gar Übelkeit führen. Zuckerschoten können, wie alle Nahrungsmittel, Allergien auslösen. Meist treten diese Unverträglichkeiten auf, wenn bereits andere Allergien bekannt sind oder das Immunsystem durch andere Krankheiten geschwächt ist.

Fazit

Die Zuckerschote ist ein vielseitiges Gemüse für Jung und Alt, welches bedenkenlos roh gegessen werden darf!

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