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Clementine & Mandarine – was ist der Unterschied?

Clementine & Mandarine - was ist der Unterschied

Fast jeder kennt Clementinen und Mandarinen. Sie werden vor allem im Winter als erstklassiger Lieferant für Vitamin-C verspeist, sind aber dank Frachtverkehr fast das ganze Jahr über im Handel erhältlich. Was die wenigsten nicht wissen ist, dass die beiden Zitrusfrüchte einige Merkmale aufweisen, die sie unterscheiden. Wie lässt sich erkennen, um welche Sorte es sich handelt?

Fast jeder kennt Clementinen und Mandarinen. Sie werden vor allem im Winter als erstklassiger Lieferant für Vitamin-C verspeist, sind aber dank Frachtverkehr fast das ganze Jahr über im Handel erhältlich. Was die wenigsten nicht wissen ist, dass die beiden Zitrusfrüchte einige Merkmale aufweisen, die sie unterscheiden. Wie lässt sich erkennen, um welche Sorte es sich handelt?

Die Mandarine gilt als der Ursprung vieler abweichender Sorten der Zitruspflanze

Citrus reticulata ist der wissenschaftliche Name der Mandarine, eine Pflanze, die zu den Rosiden und Eurosiden zählt, aus der Ordnung der Sapindales stammt und zur Familie der Rautengewächse zählt. Diese speziellen, Seiufenbaumartigen zählen zur Gattung der bekannten Zitruspflanzen. Ursprünglich stammt die Mandarine aus China, wo sie seit Jahrhunderten erfolgreich angebaut wurde. Von da aus kam sie nach Japan und später dann über England nach Europa. Heutzutage kommen Mandarinen nicht zwingen aus Asien, denn bereits im 19. Jh. hat sich aus der damaligen, mitgebrachten Zitrusfrucht die heutige Mitteladermandarine abgespalten, wie sie in Teilen von Spanien oder Italien angebaut wird. Hier findet sie ideale, klimatische Bedingung vor und viel Sonne, was ihr Wachstum beeinflusst und einen hohen Ertrag an Früchten ergibt. Die Pflanze zählt zu einer der größten unter den Zitrusbäumen und kann, je nach Art, Dornen an den Zweigen aufweisen, um etwa Fressfeinde abzuhalten.

Kreuzungen der Mandarine sorgten mit der Clementine für eine Abspaltung und einer Frucht mit weniger Kernen

Innerhalb der Familie der Zitrusfrüchte werden zahlreiche Züchtungen und Kreuzungen durchgeführt, etwa unter Zitronen, Mandarinen und Orangen. Hierbei haben es Züchter geschafft, neue Farben aber auch Formen zutage zu fördern oder den Geschmack von säuerlich auf süß umzustellen. In diese Kategorie fällt auch die Clementine, denn sie stellt wissenschaftlich gesehen eine Hybridform dar und ist keine in der Natur vorkommende Pflanze, wie etwa die Mandarine ursprünglich eine war. An den vier bis sechs Meter hohen Bäumen hat sich somit eine vollkommen neue Frucht etabliert. Sie besteht aus einer Kreuzung zwischen Orange und Mandarinen, fällt aber deutlich kleiner aus als erstere.

Häufig werden in Deutschland Clementinen als Mandarinen gekennzeichnet

Knifflig wird es, wenn sie wie oft geschehen in Deutschland trotzdem als Mandarine gekennzeichnet wird, was sie im engeren Sinne eigentlich nicht ist. Die Citrus clementina erinnert aufgrund ihrer Süße eher an eine Orange und weist fast keinerlei Kerne auf, wohingegen Mandarinen auch säuerlich sein können und sehr wohl eine häufige Anzahl an Kernen aufweisen. Sie soll im 19. Jahrhundert durch einen Mönch entdeckt wurden sein. Sie entstand zunächst durch die Kreuzung von Mandarinen mit Orangen und letztlich auch durch die Kreuzung von Pomeranzen, auch als Pampelmusen bekannt. In China soll diese Kreuzform allerdings schon länger bekannt und beschrieben sein, als dies hierzulande der Fall war.

Weitere Besonderheiten im Unterschied zwischen Clementinen und Mandarinen sowie weiterführende Sorten

Heutzutage wird die Clementine nicht nur im Süden Europas angebaut, sondern auch in Florida in den USA und im Nordwesten von Afrika. Sie eignet sich aufgrund ihrer Süße gut als Nachspeise für Kinder und bietet einen hohen Gehalt an Vitamin C. Von Außen ist die Clementine von der Mandarine nur schwer zu unterscheiden, sie besitzt jedoch eine etwas dickere Schale. Farblich erkennen selbst Kenner kaum eine Differenz. Heutzutage werden Clementinen, Mandarinen und auch Tangerinen sowie Satsuma häufig zusammen in eine Art gefasst, was es für Konsumenten um so schwieriger macht eine echte Mandarine zu erkennen. Ratsam ist es bei Möglichkeit den Händler direkt zu fragen, woher die Sorte stammt und welche Bezeichnung sie tatsächlich trägt.

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