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500g Leberkäse backen – wie lange? – Aufklärung & Tipps

500g Leberkäse backen - wie lange

Leberkäse, auch Fleischkäse oder Fleischlaib genannt, ist eine Brühwurst, die in rechteckiger Form im Ofen gebacken wird. Käse ist im Leberkäse keiner enthalten. Seinen Ursprung hat der Leberkäse in Bayern. Mittlerweile ist er im ganzen deutschsprachigen Raum bekannt und wird vor allem in Österreich genossen.

Zubereitung von 500 g Leberkäse

Leberkäse zum Selberbacken wird für gewöhnlich in einer Aluschale verkauft. So erhält der Leberkäse seine typische Form. Alternativ können Sie aber auch eine Kastenform mit etwas Butter einfetten und das Brät dort hineingeben.

Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad Umluft vor. Bestreichen Sie den Leberkäse mit etwas Wasser. So erhalten Sie beim Backen eine schön knusprige Kruste.
Stellen Sie den Leberkäse samt Aluschale in den Backofen. Nach 15 Minuten reduzieren Sie die Temperatur auf 120 Grad und lassen den Leberkäse weitere 30 Minuten backen.

Nach dieser Zeit lassen Sie ihn noch 10 Minuten außerhalb des Backofens ziehen. Anschließend wird der Leberkäse am besten sofort serviert und noch warm gegessen.

Der Ursprung des Leberkäses

Erfunden wurde der Leberkäse wohl 1776 vom Haus- und Hof-Metzger des Wittelsbacher Kurfürsten Karl Theodor. Diese reisten 1776 gemeinsam aus der Pfalz nach Bayern, wo dem Metzger die Idee kam, Schweine- und Rindfleisch fein zu hacken, zu mischen und in Brotform zu backen.
Der Ursprung des Wortes Leberkäse ist nicht genau geklärt. „Leber“ könnte sich von dem Wort „Laib“ abgeleitet haben, was auf die Kastenform des Leberkäses anspielt. „Kas“ bezeichnet im Bairischen schlicht eine essbare Masse.

Nach dieser Erklärung bedeutet Leberkäse also einfach „essbare Masse in Form eines Laibs“.

In einer anderen Erklärung bezieht sich erst der zweite Teil des Wortes, also „Käse“, auf die typische Form. Der Leberkäse erinnert im Aussehen an einen Laib Käse.
Anders als es beim Käse der Fall ist, muss Leber hingegen im Leberkäse enthalten sein. Der Verbraucherschutz schreibt dies vor, sofern der Leberkäse unter diesem Namen verkauft wird. Hält man Fleischkäse in den Händen, kann Leber enthalten sein, muss es aber nicht. Ebenso ist es, wenn „bayrischer Leberkäse“ als Name verwendet wird. Lediglich rein als Leberkäse verkaufter Leberkäse enthält immer Leber.

Tipps, damit der Leberkäse besonders lecker wird

Roher Leberkäse verdirbt schnell. Verarbeiten Sie ihn daher spätestens einen Tag nach dem Kauf.
Gebacken und luftdicht verschlossen, ist Leberkäse im Kühlschrank bis zu fünf Tage haltbar.
Als Faustregel gilt: Ein Kilo Leberkäse backt eine Stunde. Weniger backt entsprechend kürzer. Achten Sie darauf, dass seine Kerntemperatur 70 °C erreicht. Nur dann ist der Leberkäse durchgegart.

Stellen Sie ein Glas Wasser mit in den Ofen, um eine besonders knusprige Kruste zu erreichen.

Wozu passt Leberkäse?

Traditionell reicht man Brezeln, Bratkartoffeln oder Kartoffelsalat zum Leberkäse. Auch Spiegeleier, am besten auf einer Scheibe Leberkäse angerichtet, passen dazu.

Wer es ausgefallener mag, verfeinert seine nächste Pizza mit Leberkäsewürfeln. Der Fleischkäse lässt sich mit vielen Gerichten verbinden. So ergänzt er Salate ebenso gut wie Aufläufe und Nudelgerichte.

Leberkassemmel, Leberkäsweggla oder Leberkäswecken?

Nicht nur der Leberkäse selbst hat viele verschiedene Namen. Auch eine beliebte Zubereitungsform heißt je nach Region anders.
Für die Leberkäsesemmel nimmt man eine fingerdicke Scheibe warmen Leberkäse und legt sie in ein aufgeschnittenes Brötchen. Zusätzlich kommen, je nach Geschmack und Region, saure Gurken, (geröstete) Zwiebeln, Senf oder Ketchup hinzu.
In Bayern heißt dieses Gericht Leberkassemmel. Ein Leberkäsweggla isst man in Franken. Die Schwaben nennen den Leberkäse im Brötchen lieber Leberkäswecken oder Leberkäswegga, abgekürzt auch „LKW“ genannt.